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07.05.2026 | 05:30

Vom Nischenmetall zum Hebel: Antimony Resources besitzt die Lizenz zum Gelddrucken, Rheinmetall und BASF sind darauf angewiesen

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Bildquelle: pixabay.com

Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von Antimony Resources Corp.

Was lange als obskures Nischenmetall galt, ist heute systemrelevant für Verteidigung, Chemie und Energie. Antimon macht Panzergeschosse härter, Kunststoffe feuerfest und Batterien leistungsfähiger. Doch China kontrolliert 70 % der Förderung und schränkt seine Exporte rigoros ein. Die Folge sind Preissprünge von über 400 % binnen 2 Jahren. Westliche Industrien drohen ohne unabhängige Quellen lahmgelegt zu werden. Das ist kein theoretisches Szenario, sondern akute Realität. Grund genug, genauer den Rüstungskonzern Rheinmetall, den kommenden Antimonproduzenten Antimony Resources und den Chemiekonzern BASF unter die Lupe zu nehmen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , BASF SE NA O.N. | DE000BASF111

Inhaltsverzeichnis:


    Antimony Resources – hat den strategischen Rohstoff

    Antimony Resources hat sich mit seinem Bald Hill Projekt ganz auf das strategische Metall Antimon spezialisiert. Ende April meldete das Unternehmen Bodenproben vom Second Run Claim Block, 3 km südlich der Bald Hill Hauptzone. Die Werte sind spannend. Es wurden Antimon-Konzentrationen bis zum 40-fachen des Hintergrundwerts gemessen, wobei die Spitzenwerte bei 450 ppm lagen. Die Anomalien hängen mit interpretierten Störungszonen zusammen und sind bisher nicht erkundet. Das Gelände ist leicht zugänglich, weitere Probenahmen laufen im Mai. Ein klares Signal, dass das Mineralisierungssystem größer sein könnte als bislang angenommen.

    Bohrloch BH-25-34 lieferte 4,38 % Antimon über 7,05 m, inklusive eines Teilintervalls mit 9,76 % über 3,15 m. Das Loch erweitert die Main Zone nach Norden und in die Tiefe. Bis auf über 400 Meter Tiefe ist die Mineralisierung nun nachgewiesen. Das aktuelle Definitions-Bohrprogramm endete Ende April mit über 12.500 m. Die Proben werden bei Activation Laboratories in Ontario analysiert. Eine aktualisierte 3D-Modellierung durch Motherlode Consulting läuft. Parallel dazu entstehen neue Zielgebiete. Da ist die Marcus Zone mit 100 m freigelegter Stibnit-Mineralisierung sowie die Central und South Zones, wo historische Grabenproben 2,8 bis über 9 % Antimon lieferten. Ein drittes Bohrgerät ist bereits für die Folgebohrungen ab Mitte Mai eingeplant.

    Parallel zu den Bohrerfolgen hat das Unternehmen die Genehmigungsphase eingeläutet. GEMTEC, ein lokales Beratungsunternehmen, erstellt eine Roadmap für die Umweltverträglichkeitsprüfung. Erste Gespräche mit der Provinzregierung und dem Technical Review Committee fanden bereits statt. Ziel ist es, frühzeitig alle Stakeholder einzubinden, von den Mi'kmaq und Maliseet bis zu den Gemeinden. GEMTEC führt derzeit Desktop-Untersuchungen durch, um Basiswerte zu erfassen, und bereitet einen detaillierten Zeitplan mit Gantt-Diagramm vor. Die Antragstellung für die behördliche Genehmigung ist für Ende 2026 oder 2027 anvisiert. Ein klares Signal, dass man den Zeitplan für eine mögliche Minenentwicklung nicht dem Zufall überlassen will. Die Aktie notiert aktuell bei 1,00 CAD.

    Rheinmetall - zwischen Rekordpolster und gedrosseltem Tempo

    Auftragsberge allein reichen nicht, das musste Rheinmetall im Frühjahr 2026 erfahren. Der Umsatz stieg im ersten Quartal zwar um 7,7 % auf 1,94 Mrd. EUR, verfehlte jedoch die Markterwartungen von 2,3 Mrd. EUR deutlich. Die operative Marge erreichte mit 11,6 % immerhin das Analystenziel. Was Anleger wirklich begeistert ist der Auftragsbestand. Der liegt mittlerweile bei rund 73 Mrd. EUR, ein Plus von 31 % innerhalb weniger Monate. Allein die Rahmenvereinbarung für Soldatensysteme mit der Bundeswehr hat ein Volumen von bis zu 3,1 Mrd. EUR. Das Problem ist weniger die Nachfrage als die Geschwindigkeit der Umsetzung.

    Die Verzögerungen haben handfeste Gründe. Behördenprozesse ziehen sich, Lieferketten stocken, und der Kapazitätsaufbau bei neuen Produktionsstätten braucht Zeit. Im 3. Quartal 2025 rechnete der Markt noch damit, dass über 20 % des Backlogs 2026 in Erlöse münden. Aktuell sind es nur 12 %. Das drückt die kurzfristigen Zahlen, ändert aber wenig am langfristigen Bild. Rheinmetall treibt die vertikale Integration voran. Gemeinsam mit Destinus entsteht ein Joint Venture für Marschflugkörper, die Naval Systems expandieren mit unbemannten Überwasserfahrzeugen, und in Norwegen wird eine Satellitentestanlage geplant.

    Analysten bleiben trotz der Kursdelle zuversichtlich. Alle ausgewerteten Häuser raten zum Kauf, das durchschnittliche Kursziel liegt bei über 2.100 EUR. Die Risiken sind dennoch real. Ein schnelles Ende des Ukraine-Krieges würde rund 2,2 Mrd. EUR an Aufträgen infrage stellen. Und ob die Nato-Länder wirklich bis 2035 rund 5 % ihres BIP für Verteidigung ausgeben, ist offen. Wer auf eine Fortsetzung des Superzyklus setzt, kauft aktuell ein Unternehmen mit gigantischem Polster. Man muss aber Geduld mitbringen, bis die Bestellungen tatsächlich die Bücher erreichen. Derzeit ist die Aktie für 1.445,40 EUR zu haben.

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    BASF - Quartalszahlen zeigen ein gemischtes Bild

    Für BASF ist Antimon kein exotisches Nebenmetall, sondern ein kritischer Bestandteil in Flammschutzmitteln für Hochleistungskunststoffe. Fehlt der Rohstoff, drohen bei Elektronikgehäusen, Kabeln oder Autoteilen teure Neuformulierungen und Zertifizierungen. Die chinesischen Exportbeschränkungen machen das strategische Risiko gerade greifbar. Im ersten Quartal 2026 hielt der Chemieriese dennoch dagegen. Mit 2,36 Mrd. EUR lag das bereinigte EBITDA nur 6 % unter dem Vorjahr, trotz massiver Währungseffekte von über 100 Mio. EUR, die ohne Gegenmaßnahmen das Ergebnis gedrückt hätten.

    Der Umsatz sank um 3 % auf 16 Mrd. EUR, weil der US-Dollar und der Renminbi abwerteten und der Wettbewerb die Preise drückte. Die Mengen legten dagegen in fast allen Segmenten zu – getragen vom neuen Verbundstandort in Zhanjiang. Dort liefen 18 Anlagen termingerecht und unter Budget an, der Steamcracker wird komplett mit erneuerbarer Energie betrieben. Das Agrar-Geschäft übernahm zudem AgBiTech, ein Spezialist für biologische Schädlingskontrolle, und stärkt damit seine Position im wichtigen brasilianischen Markt.

    Seit März belastet der Nahostkonflikt mit der Sperrung der Straße von Hormuz die globalen Lieferketten. BASF hält an seiner Jahresprognose von 6,2-7,0 Mrd. EUR bereinigtem EBITDA fest. Das ist ein Vertrauensbeweis, der aber riskant wirkt. Der Konzern profitiert aktuell von seiner lokalen Produktionsstrategie, denn 90 % der Produkte werden regional gefertigt. Doch die wachsende Abhängigkeit von China, wo BASF rund 14 % seiner Erlöse erzielt, bleibt ein strategisches Fragezeichen für Investoren. In der zweiten Jahreshälfte könnte es ungemütlich werden. Momentan kostet eine Aktie 53,09 EUR.


    Die Antimon-Krise ist real, doch die drei Unternehmen stellen sich unterschiedlich auf. Antimony Resources treibt mit starken Bohrdaten und einem klaren Genehmigungsfahrplan die Chance auf eine heimische Mine voran. Rheinmetall kämpft mit Umsetzungsstaus, doch der riesige Auftragsbestand von 73 Mrd. Euro sichert langfristig hohe Nachfrage nach Antimon-haltigen Komponenten. BASF hält trotz Währungsturbulenzen und Rohstoffrisiken an seiner Jahresprognose fest, bleibt aber strategisch verwundbar aufgrund der China-Abhängigkeit.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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