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09.04.2026 | 05:40

Kriege heizen das Gelddrucken an und sorgen für Inflation – jetzt mit Barrick Mining, Desert Gold und B2Gold auf Gold setzen

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Bildquelle: pixabay.com

Wenn Diplomaten scheitern, siegt das Gold. Geopolitische Brüche von Nahost bis Ukraine sowie der US-chinesische Machtkampf erschüttern das Vertrauen in Papiergeld. Gleichzeitig ersticken Rekordschulden in Washington, Brüssel und Tokio die Haushalte. Anleger fliehen daher in Sachwerte wie Gold, um der Inflation zu entgehen. Afrika rückt dabei ins Zentrum. Rohstoffreiche Länder wie Mali oder die Elfenbeinküste locken mit geringen Kosten und damit hohen Erträgen, trotzdem trauen sich einige Unternehmen nicht dort zu investieren. Genau hier entsteht eine einzigartige Chance für Mutige. Drei Goldproduzenten könnten überdurchschnittlich profitieren: Barrick Mining, Desert Gold und B2Gold.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 | NYSE:B , TSX: ABX , DESERT GOLD VENTURES | CA25039N4084 | TSXV: DAU , OTCQB: DAUGF , B2GOLD CORP. | CA11777Q2099

Inhaltsverzeichnis:


    Barrick Mining – Rekordzahlen, aber auch steigende Kosten

    Die operative Basis des kanadischen Konzerns Barrick Mining ist beeindruckend. 871.000 Unzen Gold und 62.000 t Kupfer im Schlussquartal 2025, dazu ein freier Cashflow von 1,62 Mrd. USD allein in den letzten drei Monaten. Die Aktionäre profitierten sofort. Die Dividende schnellte um 140 % nach oben, hinzu kamen Aktienrückkäufe im Wert von 500 Mio. USD im 4. Quartal. Über das gesamte Jahr 2025 flossen 1,5 Mrd. USD in den Rückkauf eigener Aktien. Das klingt nach einem Selbstläufer, doch der Schein trügt, denn die Herausforderungen häufen sich.

    Denn der Gegenwind wird spürbar. Die Produktionskosten (AISC) ziehen 2026 kräftig an auf 1.760 bis 1.950 USD je Unze, ein deutlicher Sprung gegenüber 1.637 USD im Vorjahr. Gleichzeitig fällt die Förderprognose mit maximal 3,25 Mio. Unzen niedriger aus als die Jahresproduktion 2025. Und dann ist da noch das Mega-Projekt Reko Diq in Pakistan. Aufgrund eskalierender Sicherheitsprobleme in Belutschistan und den Nahost-Folgen wurde die Entwicklung für 12 Monate verlangsamt. Die Baukosten für Phase 1 sind auf bis zu 6 Mrd. USD gestiegen, die Erstproduktion verschiebt sich auf frühestens 2029.

    Die Lösung heißt Ausgliederung. Barrick will seine nordamerikanischen Minen in eine eigenständige Firma namens NewCo pressen und 10-15 % davon an die Börse bringen. Das Ziel lautet das stabile US-Geschäft von den risikobehafteten Afrika- und Asien-Aktivitäten zu trennen. Doch der Plan wackelt. Newmont, der Partner im Nevada-Gemeinschaftsunternehmen, droht mit rechtlichen Schritten und könnte den Börsengang blockieren. Zudem schmälert eine bisher unerwähnte Teck-Resources Gewinnbeteiligungsroyalty auf das Fourmile-Projekt den Wert des IPO-Pakets, denn Teck erhält 10-15 % des Nettogewinns. Derzeit ist die Aktie für 41,38 USD zu haben.

    Desert Gold - Produktion in Mali und Exploration in der Elfenbeinküste

    Das SMSZ-Projekt in Mali liegt in einem der produktivsten Goldgürtel Afrikas – direkte Nachbarn wie Barrick oder B2Gold haben dort bereits Millionen Unzen gefördert. Desert Gold hält auf 440 qkm eine Ressource von rund 1,22 Mio. Unzen, doch die aktuelle Wirtschaftlichkeitsstudie nutzt nur die oberflächennahen Oxid-Ressourcen. Das sind gerade einmal 10 % des Gesamtpotenzials. Über 30 bekannte Goldzonen warten auf ihre Exploration, viele davon kaum angebohrt. Das Projekt basiert also nicht auf einer einzelnen Vererzung, sondern auf einem breiten Spektrum an Zielen mit erheblichem Entdeckungspotenzial. Wer hier nur auf die bereits erfassten Unzen schaut, übersieht den größten Teil des geologischen Bildes.

    Die letzte Finanzierungsrunde brachte 7,2 Mio. CAD ein und war deutlich überzeichnet, was bei Explorern in dieser Phase selten ist. Das Geld fließt direkt in eine modulare Gravitationsanlage für das voll genehmigte Barani-East-Projekt. Die Inbetriebnahme ist für Juni geplant, der Hersteller bleibt vor Ort zur Einarbeitung. Dabei verfolgt das Unternehmen einen cleveren Ansatz. Zu Beginn startet man mit 68 % Goldgewinnung, das Restmaterial wird gelagert und später mit einer nachgerüsteten CIL-Strecke auf knapp 90 % hochfahren. So bleibt der Kapitaleinsatz überschaubar, und der erwartete Cashflow finanziert die weitere Exploration, ohne ständige Verwässerung für Aktionäre.

    Das zweite Standbein, das Tiegba-Projekt, ist das klassische "Options"-Szenario. Eine von Newmont einst entdeckte Bodenanomalie erstreckt sich über 4,5 km Länge und 2 km Breite, doch gebohrt wurde damals nie. Desert Gold hat die Anomalie validiert und plant für das erste Halbjahr 2026 eine drohnenbasierte Magnetikvermessung sowie erste Bohrungen. Der Rest der 300 qkm großen Konzession ist weitgehend unprospektiert. Trifft man hier auf ein wirtschaftliches Goldsystem, käme das einer kompletten Neubewertung des Unternehmens gleich. Ein überschaubarer Testaufwand für ein enormes Upside-Potenzial. Aktuell notiert die Aktie bei 0,125 CAD.

    B2Gold - vor einem fordernden Jahr

    B2Gold steckt in einem schwierigen Übergang. Nach einem starken Jahr 2025 mit knapp 1 Mio. Unzen Gold erwartet das Management für 2026 einen Produktionsrückgang auf 820.000 bis 970.000 Unzen. Besonders schmerzhaft ist, dass in Namibia der Tagebau endete und die Otjikoto-Mine anstatt 199.000 nur noch 80.000 Unzen liefern wird. Auch in Mali sinkt die Förderung wegen umfangreicher Abraumarbeiten. Gleichzeitig explodieren die Kosten. Die Gesamtkosten werden mit 2.400-2.580 USD pro Unze veranschlagt. Das drückt die Marge gewaltig.

    Im Sommer steht zudem ein Führungswechsel an. Gründer Clive Johnson übergibt im Juni das Ruder an Finanzvorstand Mike Cinnamond, ein erfahrener Mann, aber kein Betriebstechniker. Die Skepsis der Anleger ist verständlich. Positiv ist, dass das Unternehmen die Aktionärsvergütung beibehält. Die Quartalsdividende von 0,02 USD fließt, und ein Rückkaufprogramm für bis zu 10 % der ausstehenden Aktien läuft. Allein Anfang 2026 wurden bereits für 24 Mio. USD eigene Papiere zurückgekauft.

    Die Hoffnung ruht auf Kanada. Die Goose-Mine erreichte im Oktober die kommerzielle Produktion und soll 2026 zwischen 170.000 und 230.000 Unzen liefern. Die jüngsten Bohrergebnisse im Back-River-Distrikt sind spektakulär, unter anderem 41,95 g/t über knapp 14 m. Das deutet auf ein deutlich größeres Potenzial hin als bislang angenommen. Zudem läuft im Juni ein Gold-Vorauszahlungsvertrag aus, der monatlich rund 66.000 Unzen zu aktuellen Marktpreisen freigibt. Das bringt zusätzlichen Cashflow. Momentan kostet eine Aktie 4,74 USD.


    Geopolitische Krisen und Schuldenexplosion lassen Gold als Inflationsschutz glänzen. Barrick Mining stemmt sich mit Aktienrückkäufen und einer problematischen NewCo-Ausgliederung gegen steigende Kosten. Desert Gold startet in Mali die modulare Produktion, finanziert ohne Verwässerung die nächste Explorationsstufe und hält riesiges Potenzial in der Elfenbeinküste bereit. B2Gold durchlebt ein hartes Übergangsjahr mit Einbußen in Namibia und Mali, setzt aber auf die spektakuläre Goose-Mine in Kanada. Die drei Profiteure einer goldhungrigen Welt, jeder mit eigenem Risiko, jeder mit eigener Chance.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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