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30.09.2026 | 05:10

Smartbroker Holding, Aspermont, Goldgroup – Daten sind das neue Gold

  • Brokerage
  • Rohstoffe
Bildquelle: Chat GPT Ki-generiert

An den Kapitalmärkten wird Information immer wertvoller. Anleger müssen aus einer Flut von Kursen, Unternehmensmeldungen und geopolitischen Entwicklungen die entscheidenden Signale herausfiltern. Gleichzeitig verändert künstliche Intelligenz die Art, wie Informationen verarbeitet und monetarisiert werden. Besonders deutlich wird dies im Rohstoffsektor. Milliarden fließen in Gold, kritische Metalle und neue Minenprojekte. Wer Investoren erreicht, exklusive Daten besitzt oder Kapital für attraktive Projekte mobilisieren kann, sitzt an einer entscheidenden Schnittstelle dieses Booms.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: SMARTBROKER HOLDING AG | DE000A2GS609 , ASPERMONT LTD. | AU000000ASP3 | ASX: ASP , GOLDGROUP MINING INC. | CA38141A1075

Inhaltsverzeichnis:


    Smartbroker Holding – Reichweite trifft Transaktion

    Die Smartbroker Holding AG zeigt, wie sich Finanzinformationen und Wertpapierhandel miteinander verbinden lassen. Im ersten Halbjahr 2026 steigerte das Unternehmen den Konzernumsatz um 9,6 % auf 35,4 Mio. EUR. Das operative EBITDA nach Kundengewinnungskosten verbesserte sich von 0,1 auf 2,2 Mio. EUR. Besonders dynamisch entwickelte sich der Online Broker SMARTBROKER+. Mit 4,7 Mio. Transaktionen stieg die Zahl der Trades gegenüber dem Vorjahr um rund 60 %.

    Das Besondere am Geschäftsmodell ist die Verzahnung aus Brokerage und Finanzmedien. wallstreetONLINE, FinanzNachrichten.de, BörsenNews und ARIVA erreichten im ersten Halbjahr zusammen rund 1,5 Mrd. Seitenaufrufe und durchschnittlich 4,9 Mio. monatliche Nutzer. Das Media-Segment erwirtschaftete dabei eine operative EBITDA-Marge von 26,4 %. Reichweite wird damit nicht nur über Werbung monetarisiert, sondern kann Nutzer zugleich in das Brokerage-Ökosystem führen.

    Neue Impulse soll das Altersvorsorgedepot liefern. SMARTBROKER+ hat dafür bereits ein Modell ohne Depot-, Sparplan- und eigene Orderprovisionen angekündigt. CEO André Kolbinger erwartet im vierten Quartal wieder eine stärkere Entwicklung und sieht unter anderem in der Altersvorsorge zusätzliche Chancen.

    Auch GBC bleibt optimistisch. Die Analysten bestätigten Mitte September ihr „Kaufen“-Rating mit einem Kursziel von 17,80 EUR. Für 2027 erwarten sie 83 Mio. EUR Umsatz und 11,5 Mio. EUR EBITDA, 2028 bereits 99 Mio. beziehungsweise 22 Mio. EUR. Gelingt es, Medienreichweite und Brokerage noch enger zu verzahnen, könnte die operative Skalierung erheblich an Fahrt gewinnen.

    Aspermont – aus Fachmedien wird eine Datenplattform

    Was Smartbroker im breiten Finanzmarkt vormacht, versucht Aspermont in einer hochspezialisierten Nische. Das australische Unternehmen verfügt über etablierte B2B-Marken für Bergbau, Energie und Landwirtschaft und erreicht damit professionelle Entscheider in Branchen, in denen hochwertige Informationen unmittelbar wirtschaftlichen Wert besitzen.

    Aspermont entwickelt sich zunehmend vom klassischen Fachverlag zu einem Anbieter von Daten und Intelligence für die globale Rohstoffwirtschaft. Jahrzehntelang aufgebaute Inhalte, Branchenkontakte und proprietäre Daten sollen nicht mehr nur über Werbung und Abonnements monetarisiert werden, sondern als Grundlage für höherwertige Informationsprodukte dienen.
    Künstliche Intelligenz könnte diesen Datenschatz zusätzlich aufwerten. Je besser große Datenmengen automatisiert ausgewertet, verknüpft und für Kunden nutzbar gemacht werden können, desto interessanter werden proprietäre Informationen, die nicht frei im Internet verfügbar sind. Für einen spezialisierten Anbieter wie Aspermont eröffnet das die Möglichkeit, aus bestehendem Content zusätzliche skalierbare Produkte zu entwickeln.

    Hinzu kommt das Marktumfeld. Rekordpreise bei Gold, der Wettlauf um kritische Rohstoffe und milliardenschwere Investitionen in neue Lieferketten erhöhen den Informationsbedarf von Minengesellschaften, Investoren und Dienstleistern. Aspermont sitzt hier mit seinen Fachmarken genau zwischen diesen Gruppen.

    Der entscheidende Hebel liegt deshalb in der Monetarisierung. Gelingt es, einen wachsenden Anteil der bestehenden Nutzerbasis in wiederkehrende, höhermargige Daten- und Intelligence-Umsätze zu überführen, könnte sich das Ertragsprofil deutlich verändern. Die Marktkapitalisierung der Australier liegt aktuell bei rund 9 Mio. EUR.

    Goldgroup Mining: Rekord-Finanzierung und Expansionspläne in Mexiko

    Wie viel Kapital derzeit wieder in attraktive Rohstoffprojekte fließen kann, zeigt Goldgroup Mining. Das Unternehmen hat am 25. September eine Privatplatzierung über 121,85 Mio. USD abgeschlossen. Aufgrund der starken Nachfrage institutioneller Anleger wurde das ursprüngliche Zielvolumen der Ausgabe um mehr als 60 % aufgestockt. Insgesamt wurden 33,38 Mio. Einheiten zu einem Ausgabepreis von je 3,65 USD platziert. Jede Einheit umfasst eine Stammaktie sowie einen halben Optionsschein, der bis März 2028 zu einem Festpreis von 5,10 USD ausgeübt werden kann. Den frischen Zufluss plant das Management zu nutzen, um den Ausbau der bestehenden Minenbetriebe zu beschleunigen sowie strategische Beteiligungen und potenzielle Übernahmen im Rohstoffsektor zu prüfen.

    Operativer Schwerpunkt des Konzerns bleibt der Don David Gold Complex im mexikanischen Bundesstaat Oaxaca. Dort betreibt das Unternehmen zwei aktive Untertagebaubetriebe, die Minen Arista und Alta Gracia. Die angeschlossene Aufbereitungsanlage El Aguila verarbeitet das geförderte Erz über Flotations- und Laugungskapazitäten zu Kupfer-, Blei- und Zinkkonzentraten mit Gold- und Silbergehalten. Das gesamte Konzessionsgebiet erstreckt sich über mehr als 55.000 Hektar entlang des San Jose-Strukturkorridors. Um das verbliebene Ressourcenpotenzial weiter zu erschließen, führt Goldgroup im laufenden Jahr ein Bohrprogramm über 34.250 Meter durch.

    Bisherige Ergebnisse bestätigten kontinuierliche Edelmetall-Vorkommen im Bereich der bestehenden Ader-Systeme Arista und Switchback. Zudem etabliert sich die neu entdeckte Struktur „Three Sisters-Gloria“ zunehmend als eine weitere zentrale Förderquelle für die künftige Abbauplanung.


    Information, Reichweite und Kapital gewinnen im neuen Rohstoffboom an Bedeutung. Die Smartbroker Holding zeigt, wie sich Finanzmedien und Brokerage zu einem digitalen Ökosystem verbinden lassen. Goldgroup Mining wiederum demonstriert mit seiner millionenschweren Finanzierung das wachsende Investoreninteresse am Goldsektor. Aspermont sitzt genau dazwischen und könnte mit etablierten Fachmedien, jahrzehntelang aufgebauten Rohstoffdaten und neuen Intelligence-Produkten vom steigenden Informationsbedarf der Branche profitieren.


    Interessenskonflikt

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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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