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13.10.2021 | 05:10

XPeng, Central African Gold, Volkswagen – Ohne Metalle geht es nicht

  • Energiewende
  • Metalle
Bildquelle: pixabay.com

Dekarbonisierung heißt das Zauberwort, wenn es um das Erreichen der immer enger geschnürten Klimaziele geht. Der Kohleausstieg und die Abkehr von den fossilen Energieträgern Erdöl und Erdgas ist beschlossene Sache. Um die Energiewende gewährleisten zu können, werden jedoch erhebliche Mengen an Kupfer, Lithium, Kobalt oder Nickel benötigt, sei es für die Elektromobilität, die Solar- oder Windtechnologie. Der enormen Nachfrage steht jedoch bereits jetzt ein begrenztes Angebot gegenüber. Ein Stocken der ehrgeizigen Pläne ist bereits jetzt vorprogrammiert.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: CENTRAL AFRICAN GOLD INC. | CA1523761098 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , XPeng Inc ADR | US98422D1054

Inhaltsverzeichnis:


    XPeng – Stark trotz negativem Markt

    Der September war für den chinesischen Automarkt ein Monat des Vergessens. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum wurden rund 20% weniger Automobile an den Kunden gebracht. Dabei litt hauptsächlich der Verkauf der Automobile mit Verbrennungsmotor. Gründe für den seit fünf Monaten rückläufigen Markt ist die Knappheit an Halbleitern. Dagegen konnten Anbieter von Automobilen mit alternativen Antrieben, sprich Elektroautos, Plug-In-Hybride und Brennstoffzellen-Fahrzeuge ihren Absatz auf rund 357.000 Einheiten verdoppeln.

    Neben dem Platzhirschen Tesla, der über 56.000 Einheiten absetzen konnte, lag XPeng mit 10.412 E-Autos neben Volkswagen und Nio über der 10.000er-Marke. Dies bedeutete für XPeng einen Anstieg von 199% zum September des Jahres 2020. Gegenüber dem Vormonat steigerte sich der Absatz um 44%. Innerhalb von sechs Jahren schaffte es Xpeng, die Schallmauer von 100.000 produzierten Fahrzeugen zu durchbrechen, Tesla brauchte dazu die doppelte Zeit.

    Neben neuen Modellen plant das chinesische Unternehmen spätestens 2024 über seine Tochter Xpeng Heitech den Markteintritt bei Flugautos. Das in der Entwicklung befindliche Modell Voyager X2 bietet zwei Passagieren Platz. Laut Meldungen soll eine Akkuladung rund 35 Minuten reichen und die Flughöhe 1.000m betragen. Als Zielgruppen kommen neben Krankentransporten auch die Polizei in Frage.

    Central African Gold – Saubere Geschäfte

    Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien und die Transformation am Automobilmarkt soll die Zukunft sauber werden. Die Verbrennung der herkömmlichen Brennstoffe wie Kohle, Erdgas oder Öl setzt Kohlenstoff frei und der erreicht als CO2 die Erdatmosphäre. Dort sorgt er für den gefürchteten Treibhauseffekt und letztlich für die Erwärmung des Klimas auf der Erde. Das soll lieber heute als morgen unterbunden werden. Für dieses Unterfangen benötigt die Industrie und Wirtschaft jedoch eine unglaubliche Menge an Industriemetallen. Neben Kupfer, Zink und Nickel werden bereits jetzt wichtige Rohstoffe wie Lithium, Seltene Erden oder Kobalt knapp.

    Ein Eldorado für Industriemetalle bietet die Demokratische Republik Kongo, wo über 59% der bekannten, weltweiten Reserven liegen. In der Vergangenheit galt das Land jedoch als politisch instabil und war aufgrund von Kinderarbeit und Umweltschutz verrufen. Laut dem Management des kanadischen Bergbauunternehmens Central African Gold hat sich das Klima jedoch geändert. Die zukünftig abgeschlossenen Projekte müssen ethisch einwandfrei, sowie ökologisch und sozial nachhaltig sein.

    Das lokale Managementteam von Central African Gold ist darauf fokussiert, aussichtsreiche Gold-, Kupfer-, Kobalt- und Nickelprojekte zu erschließen und zu betreiben. Dabei sollen in jedes Projekt Sozialaspekte integriert werden. In Summe besitzen die Kanadier sechs Mineralkonzessionen über eine Gesamtfläche von 176 qkm, die sowohl Wälder als auch Ackerland umfasst, um die Generierung von Umsätzen aus Emissionszertifikaten zu fördern.

    Kürzlich wurde eine Vereinbarung über den 60%-Erwerb am mehrere Mio. Unzen schweren Goldprojekt Zani-Kodo vermeldet. Zani-Kodo liegt im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo, 120 km südöstlich von Barrick-Anglogolds Mine Kibali, der größten Goldmine Afrikas mit einer berichteten Produktion von 814.000 Unzen Gold im Jahr 2019 und einer insgesamt veröffentlichten Ressource von 22 Mio. Unzen Gold.

    Für den CEO von Central African Gold ist dieser Erwerb ein wichtiger Meilenstein: „Es ist der Höhepunkt der Bemühungen einer ganzen Gruppe, wobei unser umfangreiches Wissen der regionalen Wirtschaft und unsere Erfahrung in der Republik Kongo benutzt wurden, was für den Erfolg in einer so komplexen Umgebung entscheidend ist." Die Aktie, die auch in Frankfurt gehandelt wird, notiert aktuell bei 0,15 EUR. Der Börsenwert liegt bei 5,7 Mio. EUR.

    Volkswagen – Sand im Getriebe

    Der Chipmangel schlägt durch, was auch die Ergebnisse des größten Automobilproduzenten Europas, Volkswagen, belasten dürfte. Für das USA-Geschäft vermeldeten die Wolfsburger bereits, dass im vergangenen Quartal deutlich weniger Einheiten abgesetzt wurden. So fiel die Anzahl der verkauften Automobile um 8% auf 79.321 Stück.

    Für die Schweizer Großbank UBS war das schwache dritte Quartal bereits vorauszusehen. Der Tiefpunkt in der von Halbleiterknappheit geprägten Produktion sei aber vermutlich bereits erreicht und es sei angesichts starker Nachfrage Zeit, massiver auf Autowerte zu setzen.

    Trotz des schwachen Quartals blieben die Wolfsburger in der Spur in Richtung Margenziel, äußerte sich der UBS-Analyst Patrick Hummel. Das Kursziel blieb bei 300 EUR, das Anlageurteil wurde auf „buy“ belassen.


    Die Energiewende benötigt enorme Mengen Industriemetalle wie Kupfer, Nickel oder Kobalt. Central African Gold hat sich auf die Erschließung und den Betrieb von Gold-, Kupfer-, Kobalt- und Nickelprojekte im Kongo fokussiert. Trotz des Rückgangs am chinesischen Automarkt konnte Xpeng mit starken Absatzzahlen glänzen, bei Volkswagen dürfte das dritte Quartal von der Chipknappheit geprägt sein.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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