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05.05.2021 | 04:40

Defense Metals, Daimler, Siemens Energy: Seltene Erden vor einem neuen Hype?

  • Seltene Erden
Bildquelle: pixabay.com

2010 kam es zum ersten Hype um die Seltenen Erden. Schon damals war offensichtlich, dass die digitale Technologie nicht ohne die Seltenen Erden auskommen wird. Dies führte dazu, dass sich Aktien von Minenbetreibern um bis zu 1.000% verteuerten.
Aktuell wird viel darüber berichtet, dass E-Mobility für knapper werdende Rohstoff Ressourcen sorgt. Dabei wird aber vor allem über Kupfer, Nickel, Lithium und vielleicht Silber gesprochen. Die Seltenen Erden werden dabei meistens vergessen, obwohl sie in vielen elektronischen Geräten, Kampfjets oder Windrädern genutzt werden.
China kontrolliert 80% des Weltmarktes und prüft Medienberichten zufolge die Ausfuhr der Seltenen Erden zu beschränken. Dies könnte deutliche Auswirkungen auf sämtliche Industriezweige haben, die Seltene Erden benötigen.

Lesezeit: ca. 2 Min. | Autor: Armin Schulz
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Inhaltsverzeichnis:


    Defense Metals – NdPr ist Trumpf

    WKN: A2PBZ4 ISIN: CA2446331035 Symbol: 35D
    Defense Metals hat bereits Seltene Erden auf ihrem 17 km² großen Gebiet, genannt Wicheeda Rare Earth Project, etwa 80 km nördlich von Prince George, British Columbia, nachgewiesen. Es liegt inmitten eines Bergbauzentrums und bietet somit eine hervorragende Infrastruktur mit Zugang zu Straßen, Eisenbahnlinien, Strom und Wasser. Das hebt, laut CEO Craig Taylor, Defense Metals vom Rest der meisten anderen Seltene Erden Lagerstätten ab. Die Lagerstätte weist vor allem Neodymium-Praseodymium (NdPr) auf, dessen Preis allein im letzten Jahr um über 90% gestiegen ist.

    Mit einem Blick auf die Nachfrage bei den Seltenen Erden stellt man fest, dass genau diese magnetischen Seltenen Erden, speziell NdPr, stark nachgefragt werden. Sollte China tatsächlich die Ausfuhr der Seltenen Erden unterbinden sind die übrig gebliebenen Ressourcen umso wertvoller.

    Aktuell ist Mountain Pass die einzige produzierende Mine in ganz Nordamerika und gehört MP Materials. Die geologischen Gegebenheiten von Mountain Pass sind denen von Wicheeda Rare Earth Project sehr ähnlich. Defense Metals hat ihre Pilotanlage erfolgreich abgeschlossen. Aus 26 Tonnen wurden 1.200 kg hochgradigem Mineralkonzentrat extrahiert und das Unternehmen prüft derzeit Vereinbarungen mit mehreren Partnern aus Japan, den USA und Kanada. Ab dem ersten Quartal 2022 soll die Produktion starten, wenn alles wie geplant läuft.

    Wer auf Seltene Erden setzen will, ist mit Defense Metals gut aufgestellt. Zudem besteht durchaus die Chance ein Übernahmekandidat zu werden, wenn man weiß, dass MP Materials 2020 einen Merger Deal über 1,5Mrd. USD mit Fortress Value Acquisition eingegangen ist und 500 Mio. USD Cash hält, um Wachstum zu finanzieren.

    Daimler – Zwischen Chipmangel und neuen E-Modellen

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    Nach dem Corona Crash bis auf 22 EUR konnte Daimler auch aufgrund der guten Absatzzahlen in Asien deutlich an Wert zulegen. Seit Mitte Februar konnten die Aktien der deutschen Automobilbauer noch einmal deutlich zulegen. Der Grund ist die Fokussierung auf E-Mobility.

    Bei Daimler heißt der Slogan: „Electric first“. Das bedeutet, dass neben dem EQC, EQA nun auch der EQB, EQE und EQS auf den Markt gebracht werden soll. Die beiden letztgenannten soll es auch als SUV geben. Grade für die E-Mobility Flotte werden mehr Seltene Erden benötigt, als bei herkömmlichen Fahrzeugen.

    Vorstand und Aufsichtsrat haben sich darauf verständigt, dass ein Spin-Off der Truck Sparte evaluiert wird. Die Basis für diesen Schritt soll bei einer außerordentlichen Hauptversammlung im 3. Quartal gelegt werden.

    Aktuell setzt der Chipmangel aber Daimler genauso zu, wie vielen anderen Autobauern. Es sind etliche Mitarbeiter in Kurzarbeit und noch ist unklar wann sich die Versorgung mit Chips wieder normalisiert. Daher sollte man die Entwicklungen vor einem Investment genau beobachten.

    Siemens Energy – Verschnaufpause nach Rallye

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    Siemens Energy ist im Bereich der Energietechnik tätig und bietet technisch fortschrittliche Dienstleistungen von der Planung, über die Entwicklung bis hin zur Lieferung von Anlagen für erneuerbare Energien. Der Schwerpunkt liegt auf Windkraftanlagen und dort werden Seltene Erden benötigt.

    Schaut man in den Geschäftsbericht, dann sieht man, dass aktuell noch 66% des Umsatzes durch Gasturbinen erzielt werden. 34% kommen aus dem Bereich erneuerbare Energien. Das soll sich ändern und das Unternehmen versucht sich im Bereich Wasserstoff zu etablieren. Das Ziel Klimaneutralität 2030 wurde ausgegeben. Es wird interessant sein diese Strategie zu verfolgen.

    Die Aktie ist nach einem starken Anstieg aktuell in einer abwärts gerichteten Seitwärtsphase. Diese sollte spätestens zwischen 25,80 EUR und 24,50 EUR enden. Ende April wurde von JP Morgan die Empfehlung ‚Overweight‘ vergeben und Goldman Sachs sah die Aktie als ‚Buy‘ an.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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