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28.10.2025 | 03:45

Der Goldrausch geht weiter! 100 % Chance mit Newmont, Barrick Mining, Laurion Mineral Exploration und First Majestic

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Bildquelle: pixabay.com

An den Edelmetallmärkten spitzt sich die Lage zu. Die physischen Bestände an COMEX und LME sinken auf Mehrjahrestiefs, während sich Termin- und Spotpreise zunehmend entkoppeln. Experten sprechen von „stillen Runs“ auf Gold und Silber, getrieben durch Zentralbankkäufe, geopolitische Spannungen und schwindendes Vertrauen ins FIAT-Geld-System. Investmenthäuser reagieren mit drastisch erhöhten Kurszielen. Goldman Sachs sieht Gold bis 2026 bei 4.900 USD, die Bank of America hält sogar 6.000 USD je Unze bis zum kommenden Frühjahr für möglich. Gestern gingen Gold & Silber erstmal in eine scharfe Konsolidierung über und landeten abends bei 3.980 bzw. 46,5 USD. Das passierte jetzt schneller als gedacht, eine neue Gelegenheit für den Einstieg macht sich daher breit. Hier einige Ideen.

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: LAURION MINERAL EXPLORATION INC | CA5193221010 , BARRICK MINING CORPORATION | CA06849F1080 , NEWMONT CORP. DL 1_60 | US6516391066 , FIRST MAJESTIC SILVER | CA32076V1031

Inhaltsverzeichnis:


    Newmont und Barrick – Titanen in Gold

    Die großen Bergbaukonzerne Barrick Mining und Newmont Corp. finden aktuell das beste Umfeld, um endlich ordentlich Cashflow zu erzielen. Barrick Mining hat nach einer langen Phase regulatorischer Unsicherheit in Mali erste Erfolge bei der Wiederaufnahme des Betriebs seiner Untertagemine Loulo erzielt. Anfang des Jahres führte ein behördlicher Eingriff zu einem Produktionsstopp, der durch neue gesetzliche Auflagen wie höhere Steuern und verstärkte staatliche Beteiligung ausgelöst wurde. Die provisorische Verwaltung erlaubte vorerst nur die Verarbeitung und den Abtransport vorhandener Erze, doch seit Oktober darf Barrick auch wieder sprengen. Trotz der komplexen Verhandlungen und laufender Schiedsverfahren mit der Regierung bleibt Barrick als einer der größten ausländischen Investoren in Mali präsent und hält an seinen Projekten fest. Die Rückkehr zum regulären Betrieb soll die Produktion sukzessive steigern, auch wenn der Tagebau vorerst pausiert. Die Vergabe neuer Lizenzen und eine Ausweitung des staatlichen Anteils am Goldsektor könnten die Lage für alle Minenbetreiber vor Ort erleichtern. Die Barrick-Aktie konnte auf 12-Monatssicht über 50 % zulegen, konsolidiert seit ein paar Tagen aber ordentlich. Das sollte nicht davon ablenken, dass das KGV 2025e durch die Gewinnsprünge auf 13,3 gesunken ist und immer noch Aktien zurückgekauft werden.

    Im Gegensatz dazu setzt Newmont traditionell auf den Ausbau von bestehenden Minen in politisch stabileren Ländern, meidet komplexe Konfliktregionen und fokussiert sich stärker auf nachhaltige und sozial verträgliche Entwicklung. Während Barrick eine hohe Risikotoleranz zeigt und auch in instabilen Umfeldern wie Mali aktiv ist, verfolgt Newmont eine konservativere Expansionspolitik und baut Transparenz sowie ESG-Ziele gezielt aus. Auch Newmont geriet gestern extrem unter die Räder. Mit 7,7 % Tagesverlust führte der Titan das Verlustfeld der großen Bergbaubetriebe an. Neben einem tiefen KGV 2025e von 12,8, bringt das Investment auch noch rund 3 % Dividende. Die Experten auf der Plattform LSEG erwarten für Barrick 27 % Potenzial auf 12 Monate, Newmont wird sogar 35 % zugetraut. Für Langfristanleger im Edelmetallsektor sind beide Titel wieder hochinteressant.

    Laurion Mineral Exploration – Fokus auf Gold im Ishkoday-Gebiet

    Im kanadischen Ontario findet sich mit Laurion Mineral Exploration ein Spezialist für die Exploration und Entwicklung von Gold- und polymetallischen Lagerstätten. Im Auge hat das Management rund um CEO Cynthia Le Sueur-Aquin insbesondere das Ishkoday-Projekt, welches sich 220 km nordöstlich von Thunder Bay befindet. Das Ishkoday-Projekt erstreckt sich über 57,4 km² und liegt im Onaman-Tashota Greenstone Camp in Nordontario. Laurion besitzt 100 % an den benachbarten Bergbaulizenzen Brenbar, welche direkt westlich an das Hauptprojekt angrenzen. Zudem verfügt das Unternehmen über das 10,46 km² große Twin Falls-Projekt, das auch westlich des Ishkoday-Projekts liegt und bereits hochgradige Goldwerte wie 32,47 g/t über 1,90 m lieferte. Laurion befindet sich in einer definitiven Gold-Region, denn in unmittelbarer Nähe wurden bis 1969 bereits über 4 Millionen Unzen produziert. Auf der lizenzierten Fläche befindet sich auch eine Abraumhalde von geschätzt 280.000 Tonnen mit einer Vererzung von bis zu 1,2 g/t Gold, also eine mögliche Ausbeute von etwa 10.000 Unzen.

    Die strategische Positionierung Laurions ermöglicht eine konsolidierte Exploration entlang eines größeren mineralisierten Korridors. So verfolgt das Unternehmen seit einiger Zeit ein systematisches Bohr- und Explorationsprogramm, um bestehende Mineralisierungen zu erweitern und neue Ressourcen zu identifizieren. Neben einer perfekten Infrastruktur wurden seit über einem Jahrzehnt 154 Diamantbohrlöcher mit insgesamt 44.026 Metern Kernbohrung durchgeführt. Im Jahr 2025 umfasst das Bohrprogramm etwa 7.000 Meter, fokussiert auf die hochgradigen Gangsysteme der Sturgeon River und Brenbar Gebiete. Erste Ergebnisse stießen auf hochgradige Abschnitte wie 9,16 g/t Gold über 0,80 Meter. Laurion hat im Februar 2024 einen unabhängigen technischen Bericht gemäß NI 43-101 für das Ishkoday-Projekt abgeschlossen, er bestätigt weiteres Potenzial in den genannten Bereichen. Bislang wurden 11,5 Mio. CAD in die Exploration des Gebiets investiert.

    Das Unternehmen verfügt über etwa 7 Mio. CAD an Barmitteln, davon 1 Mio. CAD als Flow-Through-Mittel für Explorationen bis zum Jahresende. Über 73 % der ausstehenden Aktien befinden sich in Familien- und Insiderbesitz, ein starkes Zeichen der Gründer. Mit einer Marktkapitalisierung von nur knapp 93 Mio. CAD ist Laurion Minerals angesichts der aussichtsreichen Projekte viel zu günstig. In den letzten Jahren wurde zu wenig am Bekanntheitsgrad geändert, das könnte sich in den nächsten Monaten stark ändern. Wer jetzt investiert, agiert vor der Kurve. Einsammeln!

    First Majestic – Auch Silber macht richtig Spaß

    Endlich eine Korrektur werden viele nicht investierte Anleger rufen! Gestern stürzte der Silberpreis um 7 % unter die 50 USD-Marke. Wer langfristig an das Edelmetall glaubt, findet in profitablen Produzenten wie First Majestic Silver weiterhin solide Perspektiven. Mit der Übernahme von Gatos Silver Anfang 2025 hat das Unternehmen seine Produktionsbasis strategisch erweitert und sich 70 % am margenstarken Cerro-Los-Gatos-Komplex gesichert. Damit stärkt First Majestic seine bestehenden Kernbetriebe San Dimas, Santa Elena und La Encantada in Mexiko. Für 2025 wird eine Förderung von 14,8 bis 15,8 Mio. Unzen Silber in Aussicht gestellt, ein potenzielles Rekordniveau nach einem Produktionsplus von 48 % im zweiten Quartal.

    Der Fokus liegt nun auf Produktivitätssteigerung und sinkenden Produktionskosten (AISC). Rund 170 Mio. USD werden 2025 in Exploration, Modernisierung und Projektentwicklung investiert. Der Beitrag von Los Gatos dürfte künftig maßgeblich zur Margenverbesserung beitragen. Laut Management verläuft die Integration planmäßig, erste Synergien bei Verarbeitung und Logistik sind sichtbar. Zudem wurde im Oktober ein Aktienrückkaufprogramm über 50 Mio. USD gestartet. Trotz einer Kursverdopplung binnen Jahresfrist bleibt die Aktie operativ stark untermauert und attraktiv für langfristig orientierte Investoren. Gestern gab es in der Aktie einen Rücksetzer um 7 %, steigende Volatilität sollte also erwartet werden.

    Im 9-Monatschart zeigt sich bei der Laurion-Aktie ein ausgeprägter Seitwärtstrend zwischen 0,30 und 0,50 CAD. Anleger sollten die aktuelle Konsolidierung zum günstigen Positionsaufbau nutzen. Quelle: LSEG vom 27.10.2025

    Barrick Gold und Newmont profitieren von einem stabil hohen Goldpreis und konzentrieren sich auf Effizienz, Kostenkontrolle und nachhaltige Projekte. First Majestic Silver bleibt ein dynamischer, aber volatiler Hebel auf den Silberpreis. Für Laurion Mineral Exploration eröffnet das Marktumfeld mit hoher Unsicherheit eine attraktive Chance. Denn trotz fortgeschrittener Arbeiten am Ishkoday-Projekt wird das Unternehmen nur mit rund 93 Mio. CAD Marktkapitalisierung deutlich unter seinem Substanzwert gehandelt.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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