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08.12.2025 | 05:10

Glencore, Laurion Mineral, Endeavour Mining – Nachfrage explodiert

  • Gold
  • Kupfer
Bildquelle: pixabay.com

Die anhaltend hohe Nachfrage nach Kupfer und Edelmetallen sowie die gestiegenen Preise setzen den globalen Rohstoffsektor zunehmend unter Zugzwang und sorgen zugleich für neue Chancen. Immer mehr Produzenten reagieren mit massiven Investitionsprogrammen, erweiterten Explorationskampagnen und dem beschleunigten Ausbau bestehender Projekte. Vor allem Kupfer gilt als Engpassmetall der Energiewende. Ohne zusätzliche Fördermengen drohen Preisvolatilität und Versorgungsengpässe in Schlüsselindustrien wie Elektromobilität, erneuerbare Energien und Halbleitertechnologie.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: ENDEAVOUR MINING PLC | GB00BL6K5J42 , GLENCORE PLC DL -_01 | JE00B4T3BW64 , LAURION MINERAL EXPLORATION INC | CA5193221010

Inhaltsverzeichnis:


    Glencore – Ausbau durch Nachfrageschub

    Einer der führenden Unternehmen im Bereich Rohstoffhandel und Bergbau will seine Kupferproduktion langfristig massiv ausbauen und positioniert sich damit aggressiv im globalen Wettlauf um das rote Metall. Obwohl der Konzern für 2026 erneut ein niedrigeres Produktionsziel ausgibt, peilt das Management bis 2035 rund 1,6 Mio. t jährlich an. CEO Gary Nagle betonte vor Investoren, dass das Basiskupfergeschäft spätestens 2028 die Marke von 1 Mio. t überschreiten werde.

    Trotz des optimistischen Langfristbilds muss Glencore kurzfristige Rückschläge verdauen. Für 2026 senkte der Konzern seine Prognose auf 810.000 bis 870.000 t, nachdem es in der chilenischen Mine Collahuasi zu operativen Problemen gekommen war. Die Schweizer reagierten mit einer operativen Überprüfung, dem Abbau von 1.000 Stellen und Einsparzielen von rund 1 Mrd. USD bis Ende 2025.

    Der strategische Fokus soll nun klar auf neuen Projekten in Südamerika liegen. Die Wiederinbetriebnahme der Alumbrera-Mine in Argentinien soll ab 2026 starten und ab 2028 jährlich signifikante Mengen an Kupfer, Gold und Molybdän liefern. Nagle sprach von hoher Kapitaleffizienz und sucht aktiv Partner, um finanzielle Risiken zu teilen.

    Auch in Chile verfolgt Glencore einen offensiven Kurs und will im Fall einer Fusion von Collahuasi mit Tecks Quebrada Blanca seinen Einfluss sichern. „Wir werden kein Juniorpartner sein“, so Nagle.

    Laurion Mineral – Mit starken Ergebnissen in den Anleger-Fokus

    Im Vergleich zum Goldpreis verlief die Aktienkursentwicklung des Explorationsunternehmens enttäuschend. Doch die operative Entwicklung stimmt, so dass sich bei einem Niveau von aktuell 0,29 CAD eine attraktive Einstiegsmöglichkeit bieten könnten. Denn die mit rund 80 Mio. CAD bewertete Laurion Mineral liefert durch herausragende Bohrergebnisse immer mehr Argumente für langfristig orientierte Investoren. Die Kanadier fokussieren sich auf ihr einziges, aber weitreichendes Asset: das 57 km² große Ishkōday-Projekt im Gold- und Basismetallgürtel von Ontario. Die Geologie vor Ort ist bekannt für hochgradige Gold-, Silber-, Zink- und Kupfervorkommen entlang strukturierter Korridore.

    Die übermittelten Ergebnisse liefern seit Monaten Hinweise auf ein zusammenhängendes, mineralisiertes System. Frühere Bohrungen zeigten unter anderem 12,8 m mit 3,3 g/t Gold sowie 2,6 m mit 12 g/t Gold. Die neuesten Resultate bestätigen den Trend. In Bohrlöchern der Reihe LME25-63 bis 66 wurden mehrfach Goldgehalte zwischen 0,95 g/t und 2,67 g/t über Abschnitte von 0,5 m bis 1,8 m nachgewiesen. Die jüngsten vier Bohrlöcher erreichten nochmals 0,50 m bis 3,00 m mit Goldgehalten von 1,04 g/t bis 7,30 g/t. Insgesamt wurden auf Ishkōday bisher 470 Bohrungen über 99.834 m niedergebracht.

    Die Ergebnisse aus 2025 markieren den Abschluss eines 7.586 m umfassenden Bohrprogramms, das hohe Gehalte, eine starke Kontinuität und ein Multi-Vein System im Marge–Allard-Korridor bestätigte. CEO Cynthia Le Sueur-Aquin sieht das Projekt klar auf dem Weg, sich als Bezirk mit Potenzial für Gold- und Basismetalle zu etablieren.

    Finanziell ist Laurion bis Ende 2026 gut ausgestattet, was weitere Exploration ohne Verwässerungsdruck ermöglicht. Das Unternehmen prüft laut Vorstand zudem strategische Optionen, darunter potenziell eine Übernahme, falls neue Ressourcen den Projektwert signifikant erhöhen. Besonders bemerkenswert ist die außergewöhnlich hohe Insiderbeteiligung. Rund 73,6 % der aktuell 274.097.283 Aktien liegen bei Insidern der „Friends-and-Family“-Kategorie. Allein deshalb dürfte der Shareholder Value-Gedanke hochgehalten werden.

    Endeavour Mining – Deutlicher Ausbau

    Auch der in London ansässige Goldproduzent und einer der größten Betreiber von Goldminen in Westafrika will in den kommenden fünf Jahren massiv in Exploration investieren. Zwischen 2026 und 2030 sollen rund 12 bis 15 Mio. Unzen neue Ressourcen entdeckt werden, zu geschätzten Kosten von weniger als 40 USD pro Unze. Insgesamt plant der Konzern ein Explorationsbudget von etwa 540 Mio. USD, ein Anstieg von 57 % gegenüber den durchschnittlichen Jahresausgaben der vergangenen Dekade. Analysten bewerten die Ambitionen als hoch, aber erreichbar, da Endeavour in seinen Kernregionen Westafrikas attraktive Zielgebiete kontrolliert.

    Das Unternehmen verweist auf eine solide Erfolgsbilanz. In den Jahren 2016 bis 2025 wurden 20,7 Mio. Unzen gemessene und angezeigte Ressourcen identifiziert, zu Entdeckungskosten von unter 25 USD. CEO Ian Cockerill betonte, Endeavour habe seit 2016 mehr als doppelt so viele Unzen ersetzt, wie abgebaut wurden. Höherwertige Funde hätten zudem die Lebensdauer bestehender Minen verlängert und die Asset-Basis gestärkt.

    Die größten Produktionsbeiträge erwartet Endeavour künftig aus Houndé in Burkina Faso und Sabodala-Massawa im Senegal, die jeweils 1,5 bis 2 Mio. Unzen liefern sollen. Rund 50 Ziele auf 7.000 km² sollen getestet werden, mit Fokus auf Brownfield-Projekte nahe bestehender Minen. Das soll abgebaute Ressourcen ersetzen, hohe Gehalte sichern und die Entwicklung neuer Projekte beschleunigen.


    Glencore plant den Ausbau seiner Kupferaktivitäten. Auch Endeavour Mining will in den nächsten Jahren seine Produktion massiv ausbauen. Laurion Mineral konnte erneut mit starken Bohrergebnissen glänzen.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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