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04.11.2025 | 05:10

Rheinmetall, AJN Resources, Shell – Überraschung sorgt für Kurspotenzial

  • Öl
  • Gold
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Bildquelle: pixabay.com

Trotz der prognostizierten Korrektur eilen die Börsen weiterhin von Hoch zu Hoch, Schwächezeichen sind, zumindest bislang, kaum auszumachen. Als Haupttriebfeder der Börsenhausse werden vor allem KI-Aktien identifiziert. Doch auch außerhalb dieser Blase überraschen viele Unternehmen mit besser als erwarteten Ergebnissen. Während die Aktienmärkte noch nicht zu einer Korrektur bereit sind, gab der Goldmarkt in den vergangenen Wochen deutlich nach, was langfristig eine attraktive Einstiegsgelegenheit bieten dürfte.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Stefan Feulner
ISIN: RHEINMETALL AG | DE0007030009 , AJN RESOURCES INC. O.N. | CA00149L1058 , Shell PLC | GB00BP6MXD84 , ROYAL DUTCH SHELL A EO-07 | GB00B03MLX29

Inhaltsverzeichnis:


    Rheinmetall – Fester vor den Zahlen

    Nach dem kurzfristigen Überschießen über die Marke von 2.000 EUR korrigierte die Rheinmetall-Aktie in den vergangenen Wochen, ein weiterer größerer Verfall dürfte, zumindest jetzt, verhindert worden sein. Zum einen konnte der Anteilschein die markante Unterstützungszone bei 1.700 EUR mehrfach verteidigen, zum anderen drehen die Indikatoren wieder in den Kaufbereich. Für einen neuen Impuls in Richtung des bisherigen Allzeithochs könnten die erwarteten Zahlen für das dritte Quartal 2025 sorgen, die am 6. November veröffentlicht werden. Zudem folgt darauf der eigens inszenierte Capital Markets Day, bei dem CEO Armin Papperger die zukünftige Strategie des Rüstungsunternehmens näher erläutern dürfte.

    Immer voller werden derzeit die Auftragsbücher der Düsseldorfer. So erhielt die Tochter American Rheinmetall vom National Center for Manufacturing Sciences einen Auftrag über rund 26,6 Mio. EUR. Ziel ist die Entwicklung neuer Verfahren zur Schadensbewertung und -reparatur von Bradley-Schützenpanzern, die sowohl bei der US Army als auch in der Ukraine im Einsatz stehen.

    Das 18-monatige Programm sieht vor, die Wartungs- und Instandsetzungskapazitäten näher an den Einsatzgebieten aufzubauen. So sollen beschädigte Fahrzeuge schneller wieder einsatzbereit sein. Dabei dient das Bradley Infantry Fighting Vehicle als Testplattform für mobile Reparaturteams mit moderner Diagnosetechnik, Spezialwerkzeugen und flexibler Logistik. Langfristig soll das Konzept skalierbar sein und dezentrale Reparaturstandorte auch unter schwierigen Bedingungen ermöglichen.

    AJN Resources – Mächtig Potenzial

    Der Goldpreis hat in den vergangenen Monaten eine beispiellose Rallye hingelegt. Haupttreiber sind geopolitische Spannungen und die wachsende Flucht in sichere Häfen. Gleichzeitig befeuern Erwartungen sinkender Zinsen und ein schwächerer US-Dollar die Nachfrage. Auch Zentralbanken kaufen verstärkt Gold, um ihre Reserven zu diversifizieren. Daran hat sich auch nach der scharfen Korrektur, die den Goldpreis kurzfristig unter 4.000 USD je Unze trieb, nichts geändert. Somit dürfte es sich aktuell um eine Zwischenkorrektur im übergeordneten Aufwärtstrend handeln, wodurch attraktive Einstiegschancen bei Produzenten oder Explorationsunternehmen wie AJN Resources entstehen.

    Das kanadische Explorationsunternehmen konzentriert sich auf die Erkundung aussichtsreicher Goldprojekte in Afrika, insbesondere in Äthiopien und der Demokratischen Republik Kongo. Unter der Leitung des erfahrenen Geologen Klaus Eckhof, der seit Jahrzehnten als Afrikainvestor bekannt ist, hat das Unternehmen seinen Schwerpunkt von Lithium auf Gold verlagert, mit Äthiopien als neuen Kernmarkt.
    AJN hält eine Mehrheitsbeteiligung von 70 % am Okote-Goldprojekt, das etwa 100 km von der bedeutenden Lega-Dembi-Mine entfernt liegt. Frühere Bohrungen über mehr als 14.000 m ergaben Goldgehalte zwischen 1,65 und 8,71 g/t, was das hohe Potenzial der Region unterstreicht.

    Neue geologische Kartierungen und Probenahmen identifizierten mehrere mineralisierte Scherzonen, darunter die Okote-Central-Shear-Zone mit Mächtigkeiten von 10 bis 40 m sowie drei parallele Zonen im Osten mit einer kombinierten Breite von über 60 m. Diese bleiben nach Norden und Süden offen und zeigen deutliche Quarz-Carbonat-Alterationen sowie Pyrit- und Chalkopyrit-Mineralisierungen.
    Zusätzlich arbeitet AJN am nahegelegenen Dabel-Goldprojekt, das sich über 672 qkm im goldreichen Adola-Gürtel erstreckt. Hier laufen derzeit Felduntersuchungen und Vorbereitungen für eine erste Ressourcenschätzung nach dem Standard NI 43-101.

    Parallel dazu plant das Unternehmen ein 1.500 m umfassendes Diamantbohrprogramm, um die Struktur und das Potenzial des mineralisierten Korridors präziser zu bestimmen. Mit einer Marktkapitalisierung von 6,86 Mio. CAD erscheint AJN Resources im Verhältnis zu seinem Explorationspotenzial unterbewertet, besonders vor dem Hintergrund wachsender politischer Stabilität und steigender Investitionen in die äthiopische Bergbauindustrie.

    Shell – Deutlich über Erwartungen

    Die Ölpreise sind in den vergangenen Monaten deutlich gefallen, trotz geopolitischer Spannungen und Förderkürzungen der OPEC+. Hauptgründe sind ein globales Überangebot durch steigende Fördermengen in den USA und Russland, wachsende Lagerbestände sowie eine schwächere Nachfrage, insbesondere aus China. Auch die sinkende Risikoprämie dämpft die Preise zusätzlich.

    Deshalb überraschte der britische Energieriese sowohl Analysten als auch Anleger und übertraf die Erwartungen deutlich. Zudem vermeldete Shell ein weiteres umfangreiches Aktienrückkaufprogramm. In den kommenden drei Monaten will der Konzern 3,5 Mrd. USD in den Rückkauf eigener Aktien investieren.

    Das bereinigte Ergebnis lag mit 5,4 Mrd. USD über den Analystenschätzungen von 5,05 Mrd. USD, auch wenn der Wert unter dem Vorjahresniveau von 6 Mrd. USD blieb. CEO Wael Sawan sprach von einem „weiteren starken Quartal“ und hob die solide Entwicklung im Marketinggeschäft sowie bei Tiefseeprojekten im Golf von Mexiko und in Brasilien hervor.

    Die Nettoverschuldung sank auf 41,2 Mrd. USD nach 43,2 Mrd. USD im Vorquartal. Stabile Ölpreise über 80 USD je Barrel, hohe Raffineriemargen und ein starkes Handelsergebnis sorgten für Rückenwind.
    Seit Jahresbeginn hat die Shell-Aktie rund 18 % zugelegt und viele Wettbewerber deutlich outperformt. In den kommenden Tagen folgen die Zahlen der Ölgiganten Exxon Mobil, Chevron und BP.


    Der Rüstungskonzern Rheinmetall präsentiert sich vor den Zahlen fester. Deutlich besser als erwartet waren dagegen die Quartalsergebnisse des Ölgiganten Shell. AJN Resources dürfte im Hinblick auf sein Explorationspotenzial noch deutlich Luft nach oben haben.


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    Der Autor

    Stefan Feulner

    Stefan Feulner besitzt rund 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung, war unter anderem als CEO eines börsennotierten VC-Unternehmens und im Beteiligungs- und Fondsmanagement tätig.

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