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23.03.2026 | 05:10

US-Munitionskraft am Limit? Antimony Resources liefert, was Washington für die „unbegrenzte“ Schlagkraft braucht

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Bildquelle: pixabay.com

Während sich die geopolitischen Schatten über dem Nahen Osten verdichten und Washington von „unbegrenzter“ Munitionskraft spricht, klafft in der Realität eine gefährliche Lücke in der Versorgungskette. Sie heißt Antimon. Dieses unscheinbare Halbmetall, essenziell für moderne Waffensysteme und Hightech-Industrien, ist knapp wie nie. China hat den Exporthahn zugedreht. Genau in dieses Vakuum stößt ein kanadisches Unternehmen vor. Mit einem der aussichtsreichsten Projekte Nordamerikas will Antimony Resources die strategische Unabhängigkeit des Westens sichern.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: ANTIMONY RESOURCES CORP | CA0369271014 | CSE: ATMY , OTCQB: ATMYF

Inhaltsverzeichnis:


    Ein strategischer Rohstoff wird neu bewertet

    Die Zeiten, in denen Antimon als bloßes Nebenprodukt im Schatten großer Minen vor sich hindämmerte, sind endgültig vorbei. Das silbrig-weiße Metall, das in der Fachwelt als Stibnit bekannt ist, hat sich innerhalb weniger Monate vom Nischenrohstoff zum strategischen Eckpfeiler entwickelt. Der Grund ist ein simpler, aber umso mächtigerer. Die globale Angebotsstruktur ist fragil. Über Jahre hinweg dominierten China und Russland den Markt. Diese Abhängigkeit rächt sich nun. Da Peking Ende 2024 die Exporte faktisch einstellte und Russland fortwährend unter Sanktionen steht, ist für westliche Industrien eine kritische Versorgungslücke aufgebrochen. Der Preis reagierte prompt und katapultierte sich innerhalb kürzester Zeit in schwindelerregende Höhen.

    Bald Hill: Ein Projekt im Herzen einer stabilen Jurisdiktion

    In diesem angespannten Umfeld rückt ein Unternehmen ins Zentrum der Aufmerksamkeit, das die Zeichen der Zeit erkannt hat. Antimony Resources mit Sitz in Vancouver hat sich mit dem Bald Hill Projekt in New Brunswick eine strategische Position gesichert, die weit über die übliche Explorationsstory hinausweist. Es ist nicht nur das, was im Boden steckt, sondern auch, wo es steckt. Die Liegenschaft befindet sich in einer der stabilsten und rohstofffreundlichsten Jurisdiktionen der Welt, mit direkter Anbindung an Tiefwasserhäfen und Stromnetze.

    Definitionsbohrungen liefern handfeste Ergebnisse

    Doch die eigentliche Dynamik entfaltet sich derzeit unter der Oberfläche. Das Unternehmen treibt ein 10.000 m umfassendes Definitions-Bohrprogramm mit Hochdruck voran. Bis Mitte März wurden bereits 5.000 Bohrmeter abgeschlossen und die Ergebnisse bestätigen das hohe Potenzial. Drei Bohrgeräte sind gleichzeitig im Einsatz, zwei davon in der Hauptzone, ein drittes, intern „Wanderer“ genanntes Bohrgerät erkundet bereits die neu entdeckten Areale.

    Die Arbeiten konzentrieren sich auf die Hauptzone, die sich inzwischen über eine Streichlänge von mehr als 700 m erstreckt und bis in eine Tiefe von mindestens 400 m nachgewiesen ist. Die Mächtigkeiten der Mineralisierung liegen im Durchschnitt bei 3-4 m, die durchschnittlichen Gehalte bewegen sich in einer für Antimon-Lagerstätten exzellenten Spanne von 3-4 %. Die jüngsten Bohrlöcher aus der westlichen Hauptzone zeigen massive Stibnit-Mineralisierung in einer stark alterierten Sedimentgesteinszone. In Bohrloch BHW-26-03 erstreckt sich die Vererzung über einen Bereich von 80-86 m, in BHW-26-04 über 113-120 Meter. Werte aus früheren Kampagnen, darunter 2,38 % über 9,6 m und 6,79 % über 2,3 m unterstreichen die Konsistenz und Qualität der Mineralisation.

    Bohrprogramm auf Bald Hill

    Mehr als nur eine Zone: Ein größeres System zeichnet sich ab

    Was Bald Hill jedoch von anderen Projekten abhebt, ist die zunehmende Erkenntnis, dass es sich hier um ein weitaus größeres mineralisierendes System handelt. CEO Jim Atkinson bringt es im Gespräch mit Analysten auf den Punkt: „Wir sind zunehmend davon überzeugt, dass die Mineralisierung im Gebiet Bald Hill ein großes und ausgedehntes System darstellt.“ Diese Überzeugung speist sich aus konkreten Entdeckungen. Bei Bauarbeiten für Zufahrtsstraßen stieß das Feldteam unerwartet auf eine völlig neue Zone im Westen, die nach dem ersten Prospektor vor Ort Marcus Zone getauft wurde. Sie ist nicht nur oberflächlich sichtbar, sondern wird nun mit seichten Bohrungen in Tiefen zwischen 75 und 100 m erkundet.

    Hinzu kommt die Central Zone, die zwischen der Hauptzone und der Südzone liegt. Hier lieferten historische Grabenproben aus dem Jahr 2010 Werte von 2,90 % Antimon über 8,18 m, inklusive einer Teilstrecke von 5,79 % über 1,75 m und einer weiteren von 8,47 % über 1,53 m. Die South Zone wiederum erstreckt sich über eine Länge von 150 m. Insgesamt ist Stibnit-Mineralisierung bereits in vier separaten Bereichen des Grundstücks nachgewiesen.

    CEO Jim Atkinson kommentierte diesen Fortschritt im März 2026 mit deutlichen Worten: “Wir gewinnen zunehmend die Überzeugung, dass die Mineralisierung im Gebiet Bald Hill ein großes und ausgedehntes System darstellt. Antimonhaltige Stibnit-Mineralisierungen wurden nun in vier verschiedenen Bereichen des Grundstücks als massive und brekziöse Körper identifiziert. Dies lässt auf eine Ausweitung der potenziellen Ressourcen des Projekts über die Hauptzone hinaus hoffen.”.

    Diese Diversifizierung der Zonen ist ein starkes Signal für das Expansionspotenzial. Sie deutet darauf hin, dass der Bald Hill-Komplex eine Größenordnung erreichen könnte, die ihn zu einem der bedeutendsten Antimon-Vorkommen Nordamerikas machen würde. Ein technischer Bericht aus Oktober 2025 untermauert diese Einschätzung. Das explorative Potenzial wird auf rund 2,7 Mio. t mit einem Gehalt zwischen 3-4 % Antimon geschätzt. Zwar handelt es sich dabei um eine konzeptionelle Größe, doch das laufende Definitionsprogramm zielt genau darauf ab, dieses Potenzial in eine offizielle Ressource zu überführen.

    Der Fahrplan: Finanziert und terminiert

    Die entscheidenden Weichen sind gestellt. Die Definitionsbohrungen in der Hauptzone sollen bis Ende April abgeschlossen sein. Die finalen Analyseergebnisse werden 3-4 Wochen später erwartet, also etwa Anfang Juni. Dann wird das renommierte Beratungsunternehmen SRK Consultants die Daten auswerten und die erste offizielle Ressourcenschätzung vorlegen. SRK bringt dabei spezifische Erfahrung aus der kürzlich abgeschlossenen Ressourcenberechnung für die ehemals produzierende Beaverbrook-Lagerstätte in Neufundland mit, eine geologisch vergleichbare Antimon-Lagerstätte.

    Auch finanziell ist der Weg geebnet. Nach einer Finanzierungsrunde im Dezember 2025 über rund 9,5 Mio. CAD und der jüngsten Ausübung von Warrants, die weitere 1,2 Mio. CAD einbrachten, verfügt das Unternehmen über eine gut gefüllte Kasse. Das laufende Explorationsbudget für 2026 beläuft sich auf etwa 3 Mio. CAD. Die finanzielle Absicherung ist klar kommuniziert: „Das geplante Explorationsprogramm ist mit über 7 Millionen Dollar auf der Bank vollständig finanziert“, sagte CEO Jim Atkinson im Interview mit GBC Research. Diese Mittel reichen somit nicht nur für die laufenden Bohrungen, sondern auch für die nächsten Schritte, die Gespräche mit den Behörden für die Umweltverträglichkeitsprüfung und die technische Lückenanalyse umfassen.

    Die Aktie, die Mitte März noch ihr Hoch bei 1,65 CAD markiert hat, ist aktuell für 1,13 CAD zu haben. Als Investor hat man die Möglichkeit, diesen Rücksetzer für einen Einstieg zu nutzen.

    Chart Antimony Resources, Stand 20.03.2026, Quelle: Refinitiv

    Die Schere zwischen einer explodierenden Nachfrage aus Rüstung, Solarindustrie und Rechenzentren einerseits und einem von geopolitischen Risiken durchzogenen Angebot andererseits öffnet sich rasant. In diesem Spannungsfeld ist Bald Hill mehr als ein vielversprechendes Bohrprojekt, es ist ein Hebel für strategische Unabhängigkeit. Mit einem voll finanzierten Programm, drei aktiven Bohrgeräten und einer klaren Terminplanung bis zur ersten Ressourcenschätzung liefert das Unternehmen Substanz, wo andere nur vage Pläne vorlegen. Wer heute investiert, setzt nicht auf Spekulation, sondern auf einen klar definierten Fahrplan. Die Zeit drängt, und die Fakten werden im Frühjahr geschaffen.


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    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

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