Menü schließen




28.10.2021 | 04:44

Canopy, Tilray, Sativa Wellness, Formycon – Die nächste Cannabis-Rakete finden!

  • Cannabis
  • Biotech
Bildquelle: pixabay.com

Die große Hausse im Bereich Cannabis lief in den Jahren 2018 und 2019. In 2020 machte sich dann die Realität breit, dass nur ein Bruchteil der Staaten weltweit eine generelle Zulassung für Hanf einführen wird. Der neugewählte Bundestag hat in diesen Tagen seine erste konstituierende Sitzung. Der Klimawandel, aber auch Investitionen in die digitale Infrastruktur - das sind zwei der wichtigsten Themen bei den Koalitionsverhandlungen zur Bildung einer neuen Bundesregierung. Ein Komplex, der nicht ganz so hoch auf der Prioritätenliste steht, aber im Vorfeld schon für viel Aufregung sorgt, ist die mögliche Legalisierung von Cannabis. Grüne und FDP treten schon länger für einen legalen, regulierten Handel ein. Natürlich ist noch nichts beschlossen, doch die Drogenbeauftragte der scheidenden Bundesregierung, Daniela Ludwig von der CSU, warnt schon mal vor den Konsequenzen. Wir blicken auf wichtige Branchenvertreter.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: SATIVA WELLNESS GROUP INC | CA80403E1043 , CANOPY GROWTH | CA1380351009 , TILRAY INC. CL.2 DL-_0001 | US88688T1007 , FORMYCON AG | DE000A1EWVY8

Inhaltsverzeichnis:


    Canopy versus Tilray – Wer macht das Rennen?

    Die öffentlichen Diskussionen in Deutschland zur (Teil)-Legalisierung von Cannabis-Produkten wurde in der ganzen Branche mit Zustimmung der Kenntnis genommen. Der springende Punkt: Deutschland hat ein großes Gewicht innerhalb der europäischen Gesetzgebung in Brüssel – so mancher glaubt an schnellere Legalisierungs-Gesetzgebungsverfahren oder eine deutliche Beschleunigung des Themas, wenn Deutschland an dieser Stelle Gas gibt.

    Die deutsche Pharmabranche horcht auf, denn wenn es schnell gehen sollte, ist man nicht richtig aufgestellt. Soll Cannabis voll legalisiert und in ganz normalen Geschäften verkauft werden? Während diese Frage in Deutschland die Gemüter erhitzt, sind andere Länder schon weiter. Zum Beispiel Kanada, dort wurde Cannabis schon vor drei Jahren freigegeben. Inzwischen hat sich die Aufregung der Anfangszeit gelegt und die Folgen lassen sich ganz gut beurteilen. Für medizinische Zwecke gibt es schon viele positive Beispiele, die gerade in der Therapie von Depressionskrankheiten und anderen geistigen Störungen bereits gute Erfolge zeigen.

    Die großen kanadischen Cannabiswerte wie Canopy, Tilray oder Aurora benötigen aus Anlegersicht dringend eine Wiederbelebung, denn deren Aktien gehen seit 12 Monaten seitwärts und liegen von ihren Hochs zwischen 40 und 70% entfernt. Einzig die Fusion zwischen Tilray und Aphria brachte wieder etwas Schwung. Mit der möglichen politischen Kehrtwende in Deutschland konnten Canopy Growth, Tilray und Aurora Cannabis tatsächlich etwas profitieren. Noch ist aber der regulatorische Startschuss nicht gefallen, deshalb ist angeraten, noch an der Seitenlinie zu verweilen.

    Sativa Wellness Group – Ein neuer Player am Gesundheits-Markt

    Wenn auch ein großer Zankapfel, so hat Cannabis in Bereichen der Heiltherapie seinen Stellenwert erlangt. Gerade mit dem Aufkommen der COVID-Pandemie steht die Medizin generell vor der Herausforderung, neue Denkweisen zuzulassen und auch alternative Heilmethoden in die Diskussion aufzunehmen.

    Die Sativa Wellness Group ist ein britischer Anbieter verschiedener Dienstleistungen rund um das Thema Cannabis. Von der Selbsttherapie bis Wellness werden die Bereiche Cannabidiol (CBD), Labordienstleistungen rund um die Wirkstoffe aus der Hanfpflanze sowie andere Wellness-Produkte in den Fokus genommen. Die weibliche Cannabispflanze enthält mindestens 750 chemische und 100 anders wirkende Cannabinoide, welche historisch bereits in vielen Indikationen ihre Wirksamkeit zeigten. Der weltweite Markt hat sich bereits etabliert und wächst jährlich mit über 20%.

    Sativa Wellness hofft natürlich auch wie andere Player im Markt auf eine völlige Legalisierung der Produkte. Aktuell ist man mit der strategischen Aufstellung gut unterwegs. Das bereits etablierte Handelsunternehmen, Goodbody Botanicals, hat nach Verlusten in den Vorjahren im gesamten Jahr 2021 bis heute Gewinne erwirtschaftet. Die gesamte Gruppe erzielt seit dem letzten Quartal einen positiven Cashflow und verfügt aktuell über eine gesunde Cash-Position zur Unterstützung der formulierten Akquisitionsstrategie.

    Auch die Digitalisierung im Gesundheitsbereich hält bei Sativa Einzug. Jüngst verkündete man für die Wellnesssparte, mit telemedizinischen Beratungsdiensten an den Markt gehen zu wollen. Das trifft den Nagel auf den Kopf, denn innerhalb der Pandemie haben die Menschen in Deutschland gelernt, das Thema Gesundheit in ihrer Lebensplanung stärker zu priorisieren. Die Chancen stehen somit für Sativa recht gut. Die Sativa Wellness-Aktie ist in Kanada unter SWEL sowie in Deutschland notiert. Mit den aktuellen Erfolgen, auch mit den neuen COVID-Bluttests, ist die Marktkapitalisierung von 20 Mio. CAD nicht zu hoch. Eine Anfangsposition bei dem schnell wachsenden Unternehmen macht Sinn.

    Formycon – Es gibt Neuigkeiten in Sachen FBY207

    Das Münchener Biotech-Unternehmen stellt sich mit seiner Forschung voll in den Dienst der Gesundheit der Menschen. Das Unternehmen hatte im Juli von staatlichen Förderungen im Zusammenhang mit dem aussichtsreichen COVID-19-Medikament FYB207 berichtet. Das Medikament soll die Zellinfektion im menschlichen Körper durch das SARS-CoV-2-Virus vollständig blockieren können.

    Aktuell meldet Formycon schon einen Lizenz- und Kooperationsvertrag mit SCG Cell Therapy. Dabei geht es um die Entwicklung und Vermarktung von FYB207. Die in Singapur beheimatete SCG erhält von Formycon eine Exklusivlizenz zur Entwicklung, Herstellung und Vermarktung von FYB207 in der Region Asien-Pazifik. Ausgenommen bleibt dabei Japan, dieser asiatische Teilmarkt bleibt bei Formycon. Zusätzlich erhält SCG Zugang zur ACE2-Fusionsproteintechnologie von Formycon. Innerhalb des Deals hat Formycon Anspruch auf Meilensteinzahlungen in Höhe von bis zu 63,5 Mio. EUR. Hinzu kommen Lizenzgebühren auf den Umsatz, die im niedrigen zweistelligen Prozentbereich liegen.

    Das sind in unseren Augen wieder gute Nachrichten aus Martinsried. Trotzdem ist es um die Formycon-Aktie in den letzten Wochen etwas ruhig geworden. Charttechnisch sollte die 55 EUR-Marke genaustens beobachtet werden, ein Durchbruch nach oben wäre ein Startschuss für eine neue Rallye.


    Die Cannabis-Branche kommt nun langsam ins Teeny-Alter. Die Anfangsprobleme sind ausgeräumt, die Protagonisten der Branche kennen ihre Stärken und Schwächen. Canopy, Tilray und Aurora sind bekannte Standardwerte, die Sativa Wellness Group ist ein Therapie- und Testunternehmen mit ausgezeichneter Positionierung.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 30.01.2026 | 05:00

    Jagd auf die Krebs-Pille von BioNTech & Co.: Warum Eli Lillys Milliarden-Wette ein Weckruf für Vidac Pharma ist

    • Warburg Effekt
    • Biotech
    • Onkologie
    • Innovation

    Es ist eine der ältesten Regeln im Biotech-Sektor: Wenn die großen Pharmakonzerne nicht mehr aus eigener Kraft wachsen können, öffnen sie die Schatullen. Der jüngste Milliarden-Deal zwischen dem US-Giganten Eli Lilly und dem Dresdner Startup Seamless Therapeutics ist mehr als nur eine Schlagzeile - er ist ein Weckruf für die gesamte Branche. Eli Lilly, mittlerweile eines der wertvollsten Unternehmen der Welt, sucht händeringend nach Innovationen, um seine Pipeline jenseits der boomenden Abnehmspritzen zu sichern. Dieser Hunger nach neuen Wirkmechanismen richtet den Fokus unweigerlich auf kleine, spezialisierte Gesellschaften, die an revolutionären Ansätzen forschen. In diesem Umfeld rückt Vidac Pharma ins Zentrum strategischer Investoren. Das Unternehmen arbeitet an einem Ansatz, der so elegant wie radikal ist: Es will den Krebs nicht vergiften, sondern aushungern, indem es seinen Stoffwechsel manipuliert. Während Eli Lilly und BioNTech ihre Milliarden in die Breite streuen, liefert Vidac genau jene spezialisierte „Deep Science“, die in den Pipelines der Großen oft fehlt.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 26.01.2026 | 04:00

    BioTech und LifeSciences stark im Aufwind und nun auch noch Mercosur! Bayer, MustGrow, Novo Nordisk und BioNxt im Fokus

    • LifeScience
    • Agrartechnologie
    • Biotech
    • Medikamentenentwicklung
    • Adipositas

    Das Börsenjahr 2026 hält für die Anleger einige Überraschungen parat. Denn neben einer schnellen Lösung im Grönland-Streit, macht sich auch das Handelsabkommen Mercosur mit einigen Südamerika-Staaten auf den Weg. Maßgeblich ist dieses Abkommen vor allem für die Agrar-Industrie. Dieser globale Sektor der menschlichen Versorgung wird zunehmend durch regulatorischen Druck geprägt, der den Einsatz vieler synthetischer Pflanzenschutz- und Düngemittel faktisch beendet. Diese Entwicklung zwingt etablierte Agrarkonzerne dazu, wirksame biologische Alternativen schneller als geplant in ihre Portfolios zu integrieren. In diesem Umfeld positioniert sich MustGrow Biologics als strategischer Technologieanbieter, dessen Wirkstoffe bereits von führenden Marktteilnehmern validiert wurden. Ein erweiterter Sektor-Blick erfasst auch die LifeScience-Industrie mit den Protagonisten Bayer, Novo Nordisk und BioNxt. Plus 50 % in wenigen Wochen, hier sind sie!

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 14.01.2026 | 05:00

    Der Angriff auf den Krebs-Stoffwechsel: Weshalb Bayer und Pfizer umbauen müssen und Vidac Pharma jetzt die wissenschaftliche Lücke füllt

    • Biotech
    • Warburg Effekt
    • Krebs
    • Forschung

    Das Investmentjahr 2026 markiert einen entscheidenden Wendepunkt für den globalen Biotechnologie- und Pharmasektor. Nach einer Phase der makroökonomischen Unsicherheit erleben wir eine Renaissance der Life Sciences, die von zwei fundamentalen Kräften getrieben wird: Der zwingenden Notwendigkeit der „Big Pharma“-Akteure, ihre auslaufenden Patente durch Innovation zu ersetzen und dem wissenschaftlichen Durchbruch neuartiger Wirkmechanismen bei agilen Biotech-Small-Caps. Während Branchenriesen wie Pfizer und Bayer durch massive Restrukturierungen versuchen, ihre schwerfälligen Tanker auf den neuen Kurs zu bringen, liefert das noch wenig beachtete Biotech Vidac Pharma die technologische Innovation, nach der der Markt sucht. Mit einem Ansatz, der den Krebsstoffwechsel direkt adressiert und den seit fast einem Jahrhundert bekannten „Warburg-Effekt“ umkehrt, positioniert sich Vidac als disruptive Kraft in der Onkologie und Dermatologie. Für Anleger bietet diese Konstellation eine seltene Chance: Die Stabilität der Giganten zu beobachten und gleichzeitig auf das explosive Potenzial eines technologischen Innovators zu setzen, der laut Analysten massiv unterbewertet ist.

    Zum Kommentar