26.01.2026 | 05:00
Gold wird endlich grün: Wie RZOLV Technologies das Zyanid-Dilemma von Orica und Agnico Eagle löst
Der Goldmarkt steckt aktuell in einem historischen Superzyklus, der die Preise in Regionen treibt, die vor wenigen Jahren noch als utopisch galten. Doch hinter der glänzenden Fassade der Branche lauert ein toxisches Problem, das zunehmend zur Existenzfrage wird: Seit der Einführung des MacArthur-Forrest-Verfahrens im Jahr 1887 basiert der Großteil der weltweiten Goldproduktion auf Zyanid – einem hochgiftigen Salz, das zwar effizient Gold aus Gestein löst, aber immense Umweltrisiken birgt. In einer Welt, in der immer stärker auch die gesellschaftliche Akzeptanz über das Schicksal von Milliardeninvestitionen im Bergbau entscheidet, kann diese chemische Abhängigkeit zur strategischen Falle werden. Behörden von der EU bis in US-Bundesstaaten wie Montana ziehen die regulatorischen Schrauben fester. In dieses Spannungsfeld stößt das Technologie-Unternehmen RZOLV Technologies. Mit einer validierten, schadstofffreien Alternative greifen die Kanadier das Zyanid-Monopol an und liefert genau jenen Schlüssel, den die Industrie benötigt, um ihre Reserven auch in Zukunft genehmigungsfähig zu machen.
Lesezeit: ca. 3 Min.
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Autor:
Nico Popp
ISIN:
RZOLV TECHNOLOGIES INC | CA76091C1032 , ORICA LTD. | AU000000ORI1 , AGNICO EAGLE MINES LTD. | CA0084741085
Inhaltsverzeichnis:
Der Autor
Nico Popp
In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys
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Das toxische Erbe: Warum Zyanid zum Investitionsrisiko wird
Um die Tragweite der Innovation von RZOLV zu verstehen, muss man zunächst begreifen, wie fragil die aktuelle Zyanid-Situation tatsächlich ist. Zyanid ist zwar der Industriestandard, doch bekommt die Chemikalie immer mehr Gegenwind. Wie aktuelle Branchenanalysen zeigen, sind die Logistikkosten für den Transport dieser Gefahrstoffe zuletzt explodiert, da Versicherer ihre Risikoprämien neu kalibrieren. Viel gravierender ist jedoch das politische Risiko: Ein einziges Leck, ein einziger Dammbruch und ganze Minenprojekte werden von Behörden stillgelegt oder gar nicht erst genehmigt.
Investoren müssen erkennen, dass die Rentabilität marginaler Erze – die bei hohen Goldpreisen eigentlich attraktiv wären – durch die steigenden Kosten für Umweltauflagen und Sicherheitsmaßnahmen schwindet. Das Zyanid-Verfahren wird zunehmend zu einem „Stranded Asset“-Risiko: Minen, die technisch funktionieren würden, scheitern am Veto von Anwohnern und Regulatoren.
Orica und Agnico Eagle: Zwei Welten, ein Problem
Der australische Konzern Orica dominiert als Marktführer das Geschäft mit Sprengstoffen und Zyanid. Die Bilanzen von Orica sind robust, getrieben durch die schiere Menge an Gestein, die bewegt werden muss, um den globalen Hunger nach Rohstoffen zu stillen. Orica wettet faktisch darauf, dass es kurzfristig keine Alternative zur chemischen Keule gibt. Doch diese Dominanz steht auf tönernen Füßen, sobald eine technologisch gleichwertige, aber ökologisch überlegene Lösung verfügbar ist.
Auf der anderen Seite steht Agnico Eagle, unter den Minengesellschaften fast schon der Klassenprimus in Sachen ESG. Das Unternehmen operiert bewusst in politisch stabilen, aber regulatorisch extrem anspruchsvollen Regionen wie Finnland oder Kanada. Agnico beweist, dass man auch unter strengsten Umweltauflagen profitabel Gold fördern kann, zahlt dafür aber einen hohen Preis in Form von extremen Sicherheitsvorkehrungen und langen Genehmigungszyklen. Für Agnico wäre eine Technologie, die das Zyanid-Risiko eliminiert, der heilige Gral: Sie würde die Betriebskosten senken und Genehmigungsverfahren um Jahre verkürzen.
RZOLV Technologies: Der technologische Befreiungsschlag
Genau hier positioniert sich RZOLV Technologies als der entscheidende Problemlöser. Das Unternehmen tritt nicht als klassischer Minenbetreiber auf, sondern als Problemlöser, der das Gift-Problem der Branche an der Wurzel packt. Die von RZOLV entwickelte Laugungsmethode verzichtet vollständig auf Zyanid und nutzt stattdessen eine proprietäre, kaum giftige Reagenzien-Mischung.
Was zunächst wie ein frommer Wunsch von Umweltschützern klingt, wurde mittlerweile durch harte Fakten untermauert. Unabhängige Tests des renommierten Labors SGS haben die Effizienz der RZOLV-Technologie zuletzt eindrucksvoll bestätigt: In Labortests mit Schwerkraftkonzentraten wurden Gewinnungsraten von 98,7 % erzielt. Dieser Wert ist sensationell, da er beweist, dass der Verzicht auf Gift nicht mit einem Verzicht auf Ausbeute erkauft werden muss. RZOLV liegt damit gleichauf mit oder sogar über den Standards der Zyanid-Laugung.

De-Risking durch Prüfer von SGS eröffnet Chancen
Doch die Technologie kann mehr als nur Gold aus Gestein lösen. Sie adressiert auch das Problem der sogenannten „refraktären Erze“, die mit herkömmlichen Methoden kaum zu verarbeiten sind. So eröffnet RZOLV den Bergbaukonzernen den Zugriff auf Milliardenwerte, die bisher als unwirtschaftlich galten. Das Geschäftsmodell ist dabei clever gewählt: Als „Capital Light-Modell“ setzt RZOLV auf Lizenzierung. Anstatt Milliarden in eigene Minen zu stecken, liefert man die Technologie an Partner und partizipiert über Lizenzgebühren am Erfolg seiner Partner.
Für Investoren ist RZOLV damit die ultimative „Hacke-und-Schaufel-Wette“ der grünen Bergbau-Revolution. Während Orica sein toxisches Altgeschäft verteidigen muss und Agnico Eagle Milliarden in Sicherheitsinfrastruktur investiert, bietet RZOLV eine patentierte Lösung, die beide Probleme hinfällig macht. Die Aktie von RZOLV wirkt vor diesem Hintergrund aussichtsreich und zog bereits an: Sollte sich die RZOLV-Technologie als neuer Industriestandard durchsetzen – und die regulatorischen Zeichen stehen dafür nicht schlecht – würde das Unternehmen den Goldbergbau komplett umkrempeln. Zwar bleiben die typischen Risiken eines Technologie-Unternehmens im Anfangsstadium bestehen, doch hat die Bestätigung durch das anerkannte Prüflabor SGS das technische Risiko bereits reduziert. RZOLV Technologies könnte das Zyanid-Zeitalter beenden und bei Anlegern für satte Renditen mit gutem Gewissen sorgen.
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