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21.01.2026 | 05:00

Kernfusions-Fantasie bei Almonty, Chevron, Cenovus Energy: Warum Wolfram der Schlüssel zur unendlichen Energie ist

  • Kernfusion
  • Divertor
  • Wolfram
  • Kritische Rohstoffe
Bildquelle: KI

Wenn Investoren bisher an Wolfram dachten, sahen sie vor ihrem geistigen Auge meist gehärteten Stahl für panzerbrechende Munition oder Hochleistungsbohrer für die Industrie. Doch diese Wahrnehmung ist im Begriff, sich fundamental zu wandeln. Neueste physikalische Durchbrüche in der Kernfusion, insbesondere beim chinesischen Experimentalreaktor EAST – oft als „künstliche Sonne“ bezeichnet – rücken das hochschmelzende Metall ins Zentrum einer Energierevolution. Während Öl-Multis wie Chevron und Cenovus Energy mit Rekordgewinnen die Gegenwart verwalten, entsteht im Hintergrund ein neuer Markt für Materialien, die extremsten Bedingungen standhalten müssen. In diesem Szenario avanciert Almonty Industries vom klassischen Bergbauunternehmen zum strategischen Technologie-Enabler – schließlich gibt es ohne Wolfram keine Fusionsenergie. Für Anleger, die über den Tellerrand der fossilen Welt hinausblicken, eröffnet sich hier eine Chance, die weit über den zyklischen Rohstoffhandel hinausgeht.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Nico Popp
ISIN: ALMONTY INDUSTRIES INC. | CA0203987072 , CHEVRON CORP. DL-_75 | US1667641005 , CENOVUS ENERGY INC. | CA15135U1093

Inhaltsverzeichnis:


    Kernfusion: Die physikalische Notwendigkeit von Wolfram

    Die Nachricht, dass Chinas „künstliche Sonne“ eine entscheidende Barriere bei der Plasmastabilität durchbrochen hat, ist mehr als nur ein wissenschaftliches Großereignis. Sie ist auch ein industrieller Weckruf. In einem Tokamak-Reaktor, dem derzeit vielversprechendsten Design für Fusionskraftwerke, wird Wasserstoff-Plasma auf Temperaturen von über 100 Mio. Grad Celsius erhitzt – heißer als der Kern unserer Sonne. Um diese unvorstellbare Hitze zu bändigen, benötigen die Reaktorwände, insbesondere der sogenannte Divertor, ein Material, das nicht schmilzt, kaum erodiert und keine Verunreinigungen in das Plasma abgibt. Hier ist Wolfram konkurrenzlos.

    Mit dem höchsten Schmelzpunkt aller Metalle bei 3.422 Grad Celsius ist Wolfram das einzige Element, das den brutalen thermischen Belastungen und dem Neutronenbeschuss im Inneren eines Fusionsreaktors dauerhaft widerstehen kann. Experten sind sich einig: Der Weg zur kommerziellen Fusion führt fast ausschließlich über Wolfram-basierte Komponenten. Wenn internationale Projekte wie ITER oder private Start-ups ihre Pilotanlagen skalieren, dürfte die Nachfrage nach hochreinem Wolfram exponentiell steigen. Es ist schließlich der unverzichtbare „Hitzeschild“ der Energiewende.

    Almonty Industries: Die geopolitische Lebensversicherung

    Doch genau hier beginnt das Problem für den Westen: China kontrolliert über 80 % der globalen Wolframproduktion und nutzt diese Dominanz zunehmend als geopolitischen Hebel. In einer Welt, in der Energieunabhängigkeit auch sicherheitsrelevant ist, kann sich weder die NATO noch die aufstrebende Fusionsindustrie auf Lieferungen aus Peking verlassen. Almonty Industries positioniert sich mit seiner Sangdong-Mine in Südkorea als die in den nächsten Jahren einzige signifikante und skalierbare Alternative außerhalb des chinesischen Einflussbereichs. Sangdong ist nicht irgendein Bergwerk, es ist eine der größten und reichhaltigsten Wolfram-Lagerstätten der Welt und gilt als größtes westliches Wolfram-Projekt seit den 1970ern.

    Die strategische Bedeutung von Almonty wird durch die Investitionslandschaft unterstrichen. Während der breite Markt noch schläft, sicherten sich Investoren wie die Plansee Gruppe bereits das Material. Für die Fusionsindustrie ist Almonty aufgrund der Aktivitäten in stabilen Jurisdiktionen und der möglichen Kapazitätsausweitungen der Minen ein entscheidender Faktor, dass ihre Reaktoren auch gebaut werden können, wenn die geopolitischen Spannungen zunehmen. Die Aktie von Almonty bietet damit eine Fantasie, die weit über den aktuellen Wolfram-Marktpreis jenseits der Marke von 1.000 USD hinausgeht: Sie ist eine Option auf die Verfügbarkeit eines Materials, das für die Energieversorgung des 22. Jahrhunderts essenziell ist.

    Die Almonty-Aktie kommt aktuell zur Ruhe - ist das eine günstige Gelegenheit?

    Chevron und Cenovus: Die Brücke zur Zukunft

    Dass das Thema Fusion keine ferne Science-Fiction mehr ist, zeigen auch die Bewegungen der großen Energiekonzerne. Chevron, einer der profitabelsten Ölkonzerne der Welt, investiert über seine Venture-Capital-Sparte gezielt in Fusions-Start-ups. Der Konzern nutzt seine massiven Cashflows aus dem fossilen Kerngeschäft unter anderem dazu, um sich technologisch auf die Zukunft vorzubereiten. Ähnlich geht auch Cenovus Energy vor: Der kanadische Ölförderer investiert ebenfalls in Fusions-Startups und will die Technologie bis Mitte 2030 kommerzialisieren. Das Engagement der Ölindustrie validiert die Investment-These rund um die Fusions-Fantasie bei Wolfram: Wenn die Ölindustrie in Kernfusions-Startups investiert, ist das ein deutlicher Hinweis auf den wahrscheinlichen Anstieg der Wolfram-Nachfrage in Zukunft.

    Fazit: Almonty - auch eine Wette auf die Kernfusion

    Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Wolfram vor einer Neubewertung steht. Es wandelt sich vom Industriemetall zum Technologiemetall. Für Almonty Industries bedeutet der Durchbruch in der Fusionsforschung, dass sich das adressierbare Marktvolumen langfristig vervielfachen könnte. Investoren, die heute einsteigen, kaufen nicht nur eine Mine, sondern einen unverzichtbaren Baustein der zukünftigen Energiearchitektur. Während Chevron und Cenovus die Brücke bauen, liefert Almonty den Stahl – oder besser gesagt: das Wolfram. Am Ende dieses Prozesses könnte in ein bis zwei Jahrzehnten unbegrenzte, saubere Energie stehen – und satte Kursgewinne für Aktionäre von Almonty Industries. Die Aktie ist zuletzt ein wenig zurückgekommen. Für langfristig denkende Investoren könnte das eine Chance sein.


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    Der Autor

    Nico Popp

    In Süddeutschland zuhause, begleitet der leidenschaftliche Börsianer die Kapitalmärkte seit rund zwanzig Jahren. Mit einem Faible für kleinere Unternehmen ausgestattet, ist er ständig auf der Suche nach spannenden Investmentstorys

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