Menü schließen




17.02.2025 | 06:00

TUI Aktie nach Zahlen schwach - viel besser sieht es bei Nova Pacific Metals und Super Micro Computer aus

  • TUI
  • Nova Pacific Metals
  • Super Micro Computer
  • Reisen
  • Tourismus
  • Touristik
  • Gold
  • Silber
  • Kupfer
  • Zink
  • Blei
  • Rohstoffe
  • Energiewende
  • Künstliche Intelligenz
  • Rechenzentren
  • Nvidia
  • Flüssigkeitskühlung
Bildquelle: pixabay.com

Die jüngsten Quartalszahlen von TUI enttäuschten Anleger: Trotz zuvor optimistischer Buchungsprognosen korrigierte die Aktie binnen 2 Tagen um bis zu 17 %, nachdem die erwarteten Umsatzziele verfehlt wurden. Dies wirft Fragen zur Nachhaltigkeit des Comebacks des Reisekonzerns auf, der zuletzt mit preiswerten Angeboten neue Kundengruppen ansprechen wollte. Ganz anders präsentieren sich Nova Pacific Metals und Super Micro Computer: Nova Pacific verzeichnete innerhalb von 3 Tagen ein Plus von über 80 %, während Super Micro trotz Delisting-Risiken durch einen neuen Wirtschaftsprüfer und attraktive KI-Perspektiven Hoffnung auf eine Trendwende weckt – unterstützt von einem niedrigen KGV von 10. Wir sehen uns die drei Unternehmen genauer an.

Lesezeit: ca. 5 Min. | Autor: Armin Schulz
ISIN: TUI AG NA O.N. | DE000TUAG505 , NOVA PACIFIC METALS CORP | CA66979J1066 , SUPER MICRO COMPUT.DL-_01 | US86800U1043

Inhaltsverzeichnis:


    TUI - Wachstum inmitten von Marktskepsis

    Die Ergebnisse der TUI AG für das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2025 unterstreichen die robuste Erholung mit einem Umsatzanstieg von 13 % auf 4,9 Mrd. EUR. Das Segment Urlaubserlebnisse des Reiseriesen trieb die Profitabilität an, da der Bereich Hotels & Resorts einen EBIT-Anstieg von 66 % verzeichnete, während Kreuzfahrten und TUI Musement zweistellige Wachstumsraten erzielten. Die Buchungslage blieb robust: 3,7 Mio. Gäste reisten mit TUI, 6 % mehr als im Vorjahr, was vor allem auf den 18%igen Anstieg der dynamischen Paketverkäufe zurückzuführen ist. Das Management bekräftigte die Prognose für das Geschäftsjahr 2025, die ein EBIT-Wachstum von 7 bis 10 % vorsieht, obwohl die Wettbewerber ihre Kapazitäten ausbauen.

    CEO Sebastian Ebel will nach Südostasien und Lateinamerika expandieren, um die Abhängigkeit von den europäischen Märkten zu verringern. Strategische Partnerschaften, wie die Integration von Ryanair in die dynamischen TUI-Pakete, haben bereits zu einem Anstieg der App-Verkäufe in Großbritannien um 45 % geführt. Zudem erweitert der Konzern seine Hotelanlagen, einschließlich neuer Resorts in Vietnam und Indonesien, um seine Margen zu verbessern. Eine Heraufstufung des BB-Ratings durch Fitch bestätigt die Fortschritte in der Bilanz: Die Nettoverschuldung hat sich bei 4,1 Mrd. EUR stabilisiert. Mit diesen Schritten ist TUI in der Lage, von der strukturellen Reisenachfrage zu profitieren.

    Mit einem KGV von 7 - der Hälfte des historischen Durchschnitts - erscheint die Aktie im Vergleich zu anderen Unternehmen unterbewertet. Analysten geben Kursziele von 14-16 EUR an, was viel Aufwärtspotenzial lässt. Durch weiteres EBIT-Wachstum und Schuldenabbau könnte die Aktie wieder in den Fokus der Anleger kommen. Es bestehen jedoch weiterhin Risiken: Die schwache Buchungslage in Deutschland, die Kosteninflation und die Sättigung des britischen Marktes erfordern eine schnelle Umsetzung der Neuausrichtung. Dafür braucht es Geld und dementsprechend pausiert die Dividendenausschüttung bis mindestens 2027. Die Aktie steht seit den Zahlen unter Druck und ist aktuell für 7,104 EUR zu haben.

    Nova Pacific Metals - strategische Positionierung mit kritischen Metallen

    Nova Pacific Metals, ein kanadischer Explorer mit Fokus auf seine polymetallische Lara VMS-Lagerstätte, bietet Rohstoffe für die Energiewende. Die Liegenschaft umfasst rund 1.848 Hektar und weist 323 historische Bohrlöcher auf. Daher weiß man, dass das Grundstück Kupfer, Zink, Blei, Gold und Silber beherbergt – Metalle, die angesichts der globalen Elektrifizierung und grüner Technologien immer stärker nachgefragt werden. Die Lage in British Columbia, einer bergbaufreundlichen Region mit etablierter Infrastruktur, unterstreicht das Potenzial für eine Erweiterung und eine kurzfristige Produktion. Aufgrund einer neuen Analyse der historischen Daten aus den 1980er-Jahren hat das Unternehmen zuletzt gemeldet, dass es seine geplante Bohrkampagne von 19 auf 49 Bohrlöcher ausweiten wird, um das Potenzial der Coronation-Zone neu zu bewerten.

    Durch die Aufarbeitung der historischen Explorationsdaten, bei der 226 Bohrungen in eine aktualisierte Datenbank digitalisiert wurden, hat das Management nicht nur einen umfassenden Überblick über das Potenzial der Liegenschaft, sondern auch eine Grundlage für zukünftige Ressourcenschätzungen. Auf Basis dieser Daten wurden die präziseren Zielvorgaben für die geplante 10.000 m Bohrkampagne erarbeitet. Die Coronation-Zone, bereits in den 1980er-Jahren erkundet, zeigt Anreicherungen von bis zu 3,01 % Zink und 32,97 g/t Silber. Nova Pacific Metals zielt darauf ab, bestehende Ressourcenschätzungen zu bestätigen und neue Mineralisationen in wenig erforschten Bereichen zu identifizieren. CEO Malcolm Bell sagte: „Mit dem erweiterten Bohrprogramm im Projekt Lara könnten wir die vorliegende Schätzung der historischen Ressourcen optimieren und weiteres Potenzial in diesem VMS-System aufzeigen“.

    Unterstützt wird er durch ein erfahrenes Team, darunter die neu berufenen Berater, wie der VMS-Experte Dr. Tom Setterfield, Scott Young und Craig Williams. Das Bohrprogramm hat ein Budget von 2,6 Mio. CAD und ist bereits vollständig finanziert. Die Ergebnisse aus einem Backpack-Bohrprogramm im Dezember 2024 waren bereits vielversprechend. Es wurden dabei 12,5 g/t Gold, 409,3 g/t Silber und 37,92 % Zink in einem 2,2 m langen Abschnitt gefunden. Die Nachfrage nach Basis- und Edelmetallen treibt die Bewertung des Projekts nach oben. Kupfer notiert bei 4,66 USD/Pfund, Gold bei über 2.893 USD/Unze. Die Aktie, die Anfang Februar kurzfristig bei 0,19 CAD zu haben war, legte im Anschluss deutlich zu und notiert aktuell bei 0,33 CAD.

    Nova Pacific Metals auf dem International Investment Forum am 25. Februar

    Super Micro Computer - zwischen Wachstum und Herausforderungen

    Super Micro Computer hat zuletzt seine Zahlen für das 2. Quartal des Geschäftsjahres 2025 veröffentlicht. Der Umsatz stieg um 54 % auf 5,6 bis 5,7 Mrd. USD. Dies ist in erster Linie auf die hohe Nachfrage nach Künstlicher Intelligenz Infrastructure as a Services zurückzuführen. Trotzdem wurde die Jahresprognose von ursprünglich 30 Mrd. USD auf 23,5 bis 25 Mrd. USD gesenkt, aufgrund von Verzögerungen bei der Einführung neuer Technologien und Unsicherheiten bei den Planungen der Kunden. Der bereinigte Gewinn liegt bei 0,58 bis 0,60 USD je Aktie. Hauptprobleme für das Unternehmen bleiben der Margen-Druck und der Einreichungsverzug der Finanzberichte.

    Für die Zukunft liegen die Hoffnungen auf der direkten Flüssigkeitskühlung, die in den kommenden Jahren in den Rechenzentren an Bedeutung gewinnen wird. Rund 30 % aller neuen Rechenzentren können in den kommenden Monaten auf diese Technologie setzen. Auch die Auslieferung der NVIDIA-Blackwell Produkte sollte das Geschäft ankurbeln. Um langfristig die steigende Nachfrage bedienen zu können baut Super Micro Computer seine Produktionsstätten in den USA, Taiwan und Europa aus.

    Trotz der positiven Aussichten bleiben Risiken bestehen. Durch den KI-Boom will man 2026 einen Umsatz von 40 Mrd. USD erreichen. Analysten zweifeln an der Erreichbarkeit der ehrgeizigen Umsatzziele und verweisen auf Lieferkettenengpässe sowie den zunehmenden Wettbewerb im KI-Servermarkt. Super Micro Computer steht an einem Wendepunkt. Die Nachfrage nach KI-Lösungen bietet enorme Wachstumschancen, während technologische Innovationen wie Flüssigkeitskühlung das Unternehmen wettbewerbsfähig halten. Die Aktie ist seit Anfang Februar rund 85 % gestiegen und die Aktie ist derzeit für 47,88 USD zu haben.


    Die jüngsten Entwicklungen zeigen ein gemischtes Bild: TUI hat trotz Umsatzwachstum die Erwartungen verfehlt und wurde von den Anlegern abgestraft. Nova Pacific Metals hingegen profitierte von der steigenden Nachfrage nach Metallen für die Energiewende und ebenfalls gestiegenen Rohstoffpreisen. Zudem verspricht das neue Bohrprogramm Potenzial. Super Micro Computer konnte trotz eines Umsatzanstiegs von 54 % aufgrund gesenkter Prognosen und Margendruck nicht vollständig überzeugen, wobei die KI-Nachfrage weiteres Wachstumspotenzial bietet. Die Aktie stieg trotzdem seit Februar in der Spitze um 85 %.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH ist daneben im Rahmen der Erstellung und Veröffentlichung der Berichterstattung in entgeltlichen Auftragsbeziehungen tätig.

    Es besteht aus diesem Grund ein konkreter Interessenkonflikt.

    Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Armin Schulz

    Der gebürtige Mönchengladbacher studierte Betriebswirtschaftslehre in den Niederlanden. Im Zuge des Studiums kam er erstmals mit der Börse in Kontakt. Er hat mehr als 25 Jahre Erfahrung bei Börsengeschäften.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von André Will-Laudien vom 13.05.2026 | 04:00

    Die Sieger des Defense-Sektors: Volatus Aerospace und DroneShield, da bleiben Rheinmetall, Renk und TKMS auf der Strecke

    • Defense
    • Drohnen
    • Rüstungsindustrie
    • Big Data
    • Künstliche Intelligenz
    • HighTech

    Nach dem explosionsartigen Kursanstieg vieler klassischer Rüstungswerte mehren sich im Defense-Sektor die technischen Warnsignale. Aktien wie Rheinmetall, Renk oder TKMS handeln inzwischen teils deutlich unter ihren langfristigen Trendlinien, während Momentum-Indikatoren wie MACD, RSI und Stochastik weiterhin Korrekturbedarf indizieren. Gleichzeitig verschiebt sich der Fokus institutioneller Investoren zunehmend von schwerer Rüstung hin zu technologiebasierten Verteidigungslösungen rund um Drohnenabwehr, Aufklärung und autonome Systeme. Genau hier setzen Volatus Aerospace und DroneShield an, die mit skalierbaren Plattformen, KI-gestützter Sensorik und wachsender Nachfrage aus Militär- und Sicherheitskreisen in einen strukturellen Wachstumsmarkt hineinlaufen. Auf Drei-Monats-Sicht liegen beide Titel noch satt im Plus, während traditionelle Defense-Titel inzwischen an den hohen Erwartungen der Investoren scheitern und sich den fundamentalen Gegebenheiten stellen müssen. Der Kapitalmarkt beginnt also zunehmend zwischen zyklischer Rüstungsfantasie und langfristig disruptiver autonomer Systeme sowie intelligenter Verteidigungstechnologien zu unterscheiden, mit klaren Vorteilen für die Spezialisten der nächsten Sicherheitsgeneration.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Stefan Feulner vom 11.05.2026 | 05:10

    Lahontan Gold – Historische Mine vor Comeback

    • Gold
    • Silber

    Während Öl wegen des Iran-Konflikts stark schwankt, dürfte Gold langfristig erneut von seiner Rolle als sicherer Hafen profitieren. Trotz der laufenden Korrektur bleibt der Aufwärtstrend laut Experten intakt. Steigende geopolitische Risiken, hohe Staatsverschuldung und massive Zentralbankkäufe sollten Anleger weiter in das Edelmetall treiben. Laut dem World Gold Council und Analysten von J.P. Morgan könnte Gold bis Ende 2026 sogar auf über 6.000 USD je Unze steigen. Genau in diesem Umfeld rücken Entwickler mit hoher Hebelwirkung auf den Goldpreis in den Fokus. Lahontan Gold könnte dabei vor einer entscheidenden Neubewertung stehen.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 11.05.2026 | 04:15

    Kritische Metalle entscheiden die Zukunft: BYD, Nio, Strategic Resources und VW im E‑Mobilitäts‑Turbo

    • Kritische Metalle
    • Rohstoffe
    • e-Mobilität
    • Lieferketten
    • HighTech

    Während Europa Milliarden in neue Ladeinfrastruktur und Stromnetze pumpt, beginnt sich im globalen Automarkt ein brutaler Verdrängungswettbewerb zu entfalten. Volkswagen kämpft um seine industrielle Vormachtstellung, während BYD mit aggressiven Preisen und enormer Fertigungstiefe immer stärker nach Europa drängt und NIO die Premiumklasse attackiert. Gleichzeitig explodiert mit jedem zusätzlichen Elektrofahrzeug der Bedarf an strategischen Metallen, deren Versorgungsketten geopolitisch zunehmend unter Druck geraten. Genau hier könnte Strategic Resources plötzlich in den Fokus rücken, denn westliche Industrien suchen händeringend nach sicheren Rohstoffquellen außerhalb Chinas. Der Nahost-Konflikt und Ölpreise nahe der Marke von 100 USD wirken dabei wie ein Brandbeschleuniger für alternative Antriebe und verschärfen zugleich die Nervosität an den Rohstoffmärkten. Für Anleger beginnt damit eine Phase, in der nicht mehr allein Autobauer die Gewinner der Mobilitätswende sein dürften, sondern vor allem jene Unternehmen, die Zugang zu den kritischen Metallen der nächsten industriellen Revolution besitzen.

    Zum Kommentar