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07.04.2026 | 04:30

Krisenherd Iran: Milliarden für Waffen und Technologie – explodieren jetzt Rheinmetall, Renk und Group Eleven?

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Bildquelle: Pixabay

Im Laufe des Tages wird das nächste und bereits verschobene Ultimatum zur Freigabe der Straße von Hormus seine verheerende Wirkung entfachen. US-Präsident Donald Trump macht auf seiner eigenen Social Media-Plattform unmissverständlich klar, dass die Einschränkung oder Bedrohung der internationalen Handelsrouten vom Westen nicht mehr hingenommen wird. Für Investoren wird damit klar, dass die Versorgung mit industriellen Gütern am seidenen Faden hängt und langfristig auf neue Beine gestellt werden muss. Wegen der nicht enden wollenden Konflikte vor allem im Nahen Osten müssen Ersatzwege der Beschaffung von Roh- und Betriebsstoffen gefunden werden. Jedem ist klar: Das dauert Jahrzehnte! Gerade das gebeutelte Europa muss eine Defizitsituation in allen Bereichen in den Griff bekommen. Für Politiker heißt das: Handeln statt debattieren! Group Eleven Resources besitzt Landrechte über 500 Quadratkilometer mit Vererzungen in kritischen Metallen. „Drill Baby Drill!“ – 5 % Trumpscher Politik hilft hier sogar weiter!

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: GROUP ELEVEN RESOURCES CORP | CA39944P1018 | TSXV: ZNG , OTCQB: GRLVF , RHEINMETALL AG | DE0007030009 , RENK AG O.N. | DE000RENK730

Inhaltsverzeichnis:


    Group Eleven Resources – Wie sich die EU kritische Metalle sichert

    Europa steht unter Zugzwang! Durchaus hilfreich muten die Projekte von Group Eleven Resources Irland an. Denn das kanadische Explorationsunternehmen hat sich auf die Entdeckung bedeutender Zinklagerstätten konzentriert und seit seiner Gründung ein umfangreiches Lizenzportfolio in einer der produktivsten Zinkregionen Europas aufgebaut. Nach wohldefinierter Selektion verfügt es heute über zahlreiche Explorationslizenzen mit einer Gesamtfläche von mehr als 500 Quadratkilometern und zählt damit zu den größeren Landhaltern im irischen Zinkgürtel. Der strategische Fokus liegt auf den Projekten PG West, Stonepark und Ballinalack, die sich in unmittelbarer Nähe zu bestehenden Großlagerstätten befinden und damit geologisch wie infrastrukturell günstige Rahmenbedingungen bieten. Hinzu kommen alle Vorteile, die der Standort Irland bietet: Infrastruktur, kurze Strecken und effiziente Labor-Logistik.

    Besondere Aufmerksamkeit erhält das Ballywire-Vorkommen innerhalb des PG-West-Projekts, das im Jahr 2022 entdeckt wurde und seitdem als eine der wichtigsten Mineralentdeckungen in Irland gilt. Die Lagerstätte zeigt nicht nur klassische Zink- und Bleigehalte, sondern weist auch ein komplexes Metallinventar mit Silber, Kupfer und technologisch relevanten Spurenelementen auf, was das wirtschaftliche Potenzial deutlich erweitert. Seit der Entdeckung wurden zahlreiche Bohrungen durchgeführt, die eine kontinuierliche Erweiterung des mineralisierten Systems belegen und die Grundlage für ein zunehmend belastbares geologisches Modell schaffen. Zusätzliche Hinweise auf tieferliegende Kupfer- und Silberzonen deuten darauf hin, dass die Mineralisierung strukturell kontrolliert ist und über größere Distanzen hinweg fortgesetzt werden könnte.

    Mit einer kürzlich abgeschlossenen Kapitalmaßnahme über rund 12 Mio. CAD wurde die finanzielle Basis gestärkt, sodass die laufenden Programme deutlich erweitert werden können und zusätzliche Bohrmeter in den kommenden Jahren geplant sind, mit Fokus auf Ballywire und Stonepark. Das Stonepark-Projekt, an dem das Unternehmen eine Mehrheitsbeteiligung hält, verfügt bereits über eine definierte Zink-Blei-Ressource und liegt direkt neben einer der größten unerschlossenen Lagerstätten weltweit, was zusätzliche Synergien erwarten lässt. Vor dem Hintergrund wachsender europäischer Bemühungen zur Sicherung strategischer Rohstoffe und der zunehmenden Hinweise auf ein groß dimensioniertes Multimetallsystem besitzt Group Eleven damit das Potenzial, sich mittelfristig als bedeutender Lieferant kritischer Metalle innerhalb Europas zu etablieren. Der aktuelle Marktwert von 285 Mio. CAD kann sich schnell nach oben entwickeln, vor allem wenn der Markt den großen Silberfund richtig bewertet!

    Über die letzte große Silber-Entdeckung spricht CEO Bart Jaworski auf Stockhouse. Hier geht´s zum Video…

    https://youtu.be/qHNvSE4psgY?si=p-ifxzQAIHvpZzbQ

    Rheinmetall – Sind 30 % Konsolidierung schon genug?

    Ein großer Abnehmer für Industriemetalle jeglicher Art ist der Rüstungskonzern Rheinmetall. Aktionäre des Unternehmens können auf eine Performance von 2.200 % in den letzten 4 Jahren zurückblicken. In den letzten 3 Monaten konsolidierte der Kurs aber um über 30 %, damit sind lange nicht mehr alle Investoren glücklich. Typischerweise für alle Defense-Titel schickte die Börse den deutschen Branchen-Primus in den letzten Jahren mit Vehemenz gen Norden, bis die Bewertung den operativen Realitäten gänzlich davongeeilt war. Zuletzt bei 2.005 EUR, war das Unternehmen mit einem KGV 2026e von 52 bewertet. Beim aktuellen Kurs von 1.550 EUR sinkt das Ratio zumindest auf rund 40 ab, gleichzeitig schraubt CEO Papperger die Aussichten bis 2030 auf einen zu 2025 verfünffachten Umsatz von knapp 42 Mrd. EUR. Das vielbeachtete Kurs-Umsatz-Verhältnis (KUV) mit aktuell über 5 würde dann sogar auf 1,8 abgleiten. Doch warum Investoren schon heute die gesamte Entwicklung der nächsten 5 Jahre vorwegnehmen, erscheint uns recht kühn, denn gerade die NATO-Länder haben derzeit große Haushaltsprobleme. Und sollte der Iran-Konflikt länger als gedacht anhalten, droht der EU sogar eine massive Energiekrise samt nachfolgender Rezession und sinkenden Steuereinnahmen! Warum Rheinmetall hier eine Sonderkonjunktur abfeiern sollte, darf also stark bezweifelt werden. Daher gilt: In Stärke verkaufen!

    Renk – Nun gibt es größere NATO-Aufträge

    Das Überbewertungs-Problem „Rheinmetall“ gilt auch 1:1 für die Augsburger Renk. Bis auf einen Kurs von 90 EUR ist die Aktie im Oktober davongeeilt, um sich dann bis Ende März glatt zu halbieren. Bei Renk werden die für 2026 geschätzten Umsätze mit KUV-Faktor 3,5 bewertet, die Gewinne immerhin mit KGV 32. Aktuell geht die Börse ungefähr von einem jährlichen Wachstum von 20 % aus, damit wäre auch ein deutlich niedrigeres KGV zwischen 20 und 25 angemessen. Getriggert wurden Investoren jüngst von neuen Aufträgen über 157 Mio. EUR aus dem NATO-Umfeld. Auf der Bestellliste stehen Panzergetriebe, sowie auch Schulungen und Ersatzteile. Die Auslieferung ist ab Q3-2026 vorgesehen und soll sich bis 2033 erstrecken, also mit einer Gesamtlaufzeit von 7 Jahren. Damit erhöht sich der korrespondierende Jahresumsatz um rund 22,5 Mio. EUR oder 1,5 % der geplanten Erlöse im ersten Buchungsjahr. Nach Unternehmensangaben eröffnet das zugrunde liegende Panzerprogramm Zugang zu weiteren internationalen Märkten im NATO-Umfeld. Soweit so gut - mit 3 % Wochenplus reagierte die Börse allerdings nur schwach auf die vergleichsweisen guten Nachrichten. Der Grund: Renk bräuchte 10 solcher Orders, um die aktuelle Bewertung überhaupt zu rechtfertigen. 14 von 16 Analysten auf der Plattform LSEG Refinitiv sind dennoch positiv und errechnen ein 12-Monats-Mischkursziel von über 69 EUR. Einzig das deutsche Researchhaus mwb votiert mit „Hold“ und Kursziel 53 EUR. Das klingt schon eher vernünftig!

    Im 6-Monatsvergleich kann Group Eleven Resources fast 200 % Zuwachs erzielen, während die Defense-Titel Rheinmetall und Renk langsam an die ökonomische Realität herangeführt werden. Sie büßen zwischen 21 und 39 % ein, bewertungstechnisch noch nicht Ende der Fahnenstange. Quelle: LSEG Refinitiv vom 06.04.2026

    Die Börsen warten auf griffige Ergebnisse aus dem Nahen Osten. Da sich diese einfach nicht einstellen wollen, geht die volatile Reise wohl noch ein paar Wochen weiter. Anleger sollten daran denken, dass die Länge des Konflikts über die ökonomischen Parameter für 2026 ff. entscheidet. Eine wohldefinierte Streuung samt Absicherungen ist für ein Portfolio essentiell geworden. Rohstoffwerte stellen dabei einen intelligenten Hedge zu inflationären Tendenzen dar.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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