Menü schließen




11.11.2021 | 05:50

Bayer, TUI, Sativa Wellness: Zahlen bewegen die Kurse

  • Cannabis
  • Touristik
  • Chemie
  • Pharma
  • Analysten
  • sativa wellness
  • Bayer
  • tui
  • aurora
  • canopy
Bildquelle: pixabay.com

Die Berichtssaison neigt sich dem Ende entgegen. Insgesamt hat die Mehrzahl der Unternehmen überzeugt. Aktienmärkte habe sich in den vergangenen Wochen deshalb sehr freundlich gezeigt. Bayer hat positive Quartalzahlen veröffentlicht, die Prognose für das Gesamtjahr angehoben und damit die Analysten von der DZ Bank überzeugt. Sativa Wellness profitiert vom Boom rund um Cannabis und CBD. Bei TUI spielen operative Zahlen weniger eine Rolle. Wichtiger ist die Entwicklung der Corona-Zahlen und damit mögliche Reiseeinschränkungen im kommenden Winter. Hier lesen Sie mehr zu allen drei Aktien.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Fabian Lorenz
ISIN: SATIVA WELLNESS GROUP INC | CA80403E1043 , TUI AG NA O.N. | DE000TUAG000 , BAYER AG NA O.N. | DE000BAY0017 , CANOPY GROWTH | CA1380351009

Inhaltsverzeichnis:


    Sativa vervielfacht Umsatz und ist schon profitabel

    Durch die Legalisierung von Cannabis in mehr und mehr Ländern entsteht eine Milliardenindustrie. Davon profitiert Sativa Wellness. Das kanadische Unternehmen hat das Ziel, einer der führenden Anbieter von hochwertigen CBD-Produkten und CBD-Dienstleistungen in Europa zu werden. Derzeit ist das junge Unternehmen auf Großbritannien fokussiert und in drei Geschäftsbereichen aktiv. CBD-Produkte für Endverbraucher werden unter der Marke Goodbody Botanicals angeboten. Mit der Tochter Phytovista betreibt die Gruppe CBD- und Hanftestlaboratorien. In den Goodbody Wellness Kliniken werden Testdienstleistungen – unter anderem auch COVID-Tests – für Kliniken sowie Direct-to-Consumer und Direct-to-Business-Dienstleistungen per telemedizinischem Beratungsdienst angeboten. Inzwischen hat Sativa über 80 Kliniken in Betrieb. Und die Geschäfte der Gruppe brummen.

    Im dritten Quartal wurden die eigenen Ziele übertroffen. Der Umsatz wurde gegenüber dem Vorjahresquartal um 977% auf 8,60 Mio. CAD vervielfacht. Der Bruttogewinn legte um 990% auf 4,59 Mio. CAD zu. Die Bruttogewinnmarge lag mit 53% auf Vorjahresniveau.
    Es wurde ein Nettogewinn von 14.000 CAD erzielt, nach einem Verlust von 1,19 Mio. CAD im Vorjahreszeitraum. In den ersten neun Monaten des Jahres hat Sativa den Umsatz um 724% auf 16,94 CAD gesteigert. Daneben gab es auch strategische Erfolge. So wurde eine Deutsche Vertriebsvereinbarung für CBD-Produkte mit Partner Lexamed GMBH unterzeichnet. Außerdem wurde die Markteinführung eines CBD-Öls mit Garantie zum besten Preis und in bester Qualität angekündigt. Im Online-Geschäft wurde ein Mitgliedschaftsprogramm eingeführt und das Produktsortiment wurde um größere 30-ml-Flaschen ergänzt. "Ich freue mich sehr, dass sich das signifikante Wachstum des Unternehmens im dritten Quartal beschleunigt hat. Wir übertreffen die Erwartungen und die Anfang des Jahres eingeführte Strategie bestätigt unsere Mission, Verbrauchern und Partnern ein vielseitiges Gesundheits- und Wellness-Unternehmen zu bieten", sagte CEO Geremy Thomas. Mit Blick auf das starke Wachstum und die Profitabilität in dem frühen Unternehmensstadium scheint die Aktie noch viel Luft nach oben zu haben. Denn an der Börse wird Sativa derzeit nur mit knapp 30 Mio. CAD bewertet.

    Bayer verdient mehr und erhöht Prognose für das Gesamtjahr

    Bayer hat mit den Zahlen für das dritte Quartal die Erwartungen übertroffen. Der DAX-Konzern hat im Berichtszeitraum den Umsatz um 15% auf 9,78 Mrd. EUR und das operative Ergebnis (EBITDA) um 16,4% auf 2,09 Mrd. EUR gesteigert. Das Nettoergebnis je Aktie lag bei 1,05 EUR. Im Vorjahr waren es 0,81 EUR.

    Im Rahmen der Quartalszahlen wurde auch die Gewinn-Prognose für das Gesamtjahr leicht angehoben. In 2021 erwartet Bayer weiterhin einen Umsatz von 43 Mrd. EUR. Die bereinigte EBITDA-Marge soll bei 25,5 % liegen (vormals 25%). Der Gewinn je Aktie soll zwischen 6,10 EUR und 6,30 EUR liegen (bisher 6 EUR bis 6,20 EUR). Im Anschluss an die Veröffentlichung hat die DZ Bank den fairen Wert für die Bayer-Aktie von 65 auf 67 EUR angehoben und die Kaufempfehlung bestätigt. Die Gewinndynamik des Agar- und Pharmakonzerns sei positiv, so die Analysten. Die Gewinnerwartungen wurden leicht angehoben. Das verbleibende Glyphosat-Risiko sei durch Rückstellungen überschaubar.

    Ist TUI winterfest?

    Bei TUI stehen derzeit weniger die operativen Zahlen im Fokus, sondern die Corona-Zahlen. Der Touristik-Konzern hat in den vergangenen Tagen und Wochen von der Öffnung der USA für Touristen profitiert. Doch der Blick auf die aktuellen Neuinfektionen mit COVID-19 in zahlreichen Ländern, lässt die Aussichten auf die kommende Wintersaison weniger rosig erscheinen. Neue Einschränkungen im internationalen Reiseverkehr sind nicht auszuschließen. Zumindest scheint das Kapitalpolster von TUI ausreichend, um ohne weitere Maßnahmen durch den Winter zu kommen. Dies glauben zumindest die Analysten von Bernstein Research. Tui habe effektiv zweieinhalb Jahre Zeit, die Bilanz zu reparieren und weitere Aufgaben anzugehen, ohne sich frisches Geld zu besorgen, so die Analysten. Daher stuften sie die TUI-Aktie immerhin von "Underperform" auf "Marketperform". Das Kursziel blieb jedoch unverändert bei 2,50 EUR.


    Bei Bayer stimmen die Zahlen und das Glyphosat-Risiko scheint derzeit überschaubar zu sein. Sativa profitiert massiv vom Boom rund um CBD und Cannabis und ist dabei noch attraktiv bewertet. Vor dem Winter drängt sich ein Kauf der TUI-Aktie nicht auf.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Fabian Lorenz

    Seit über zwanzig Jahren beschäftigt sich der gebürtige Kölner beruflich und privat intensiv mit dem Thema Börse. Seine besondere Leidenschaft gilt dabei nationalen und internationalen Small- und Micro-Cap.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Jens Castner vom 22.07.2026 | 05:45

    100 % Kurspotenzial und mehr: Was Analysten Desert Gold Ventures, Oracle und Hypoport zutrauen

    • Analysten
    • Kursziele
    • Strategie
    • Goldminen
    • Software
    • Baufinanzierung
    • Edelmetalle
    • KI
    • Immobilien
    • Desert Gold
    • Oracle
    • Hypoport

    Wertpapieranalysten geben sich meist betont zurückhaltend, um keine falschen Erwartungen zu wecken. Bei Oracle und Hypoport aber wagen sie sich mit Kurszielen aus der Deckung, die Verdopplungspotenzial versprechen, bei der kanadischen Minenaktie Desert Gold Ventures sogar deutlich mehr. Was hinter den Einschätzungen steckt, wie realistisch sie sind und welche Fakten Anleger im Blick behalten sollten.

    Zum Kommentar

    Kommentar von André Will-Laudien vom 15.07.2026 | 04:00

    Heftige Ausschläge im LifeScience-Sektor! Bayer, Vidac Pharma, BioNTech, Moderna und Evotec im Brennpunkt

    • Biotechnologie
    • Pharma
    • Wirkstoffforschung
    • Medikamentenentwicklung
    • Übernahmen

    Hier geht´s rund! Aktuell erlebt die Krebsforschung durch die Verschmelzung von Zellanalyse und digitaler Präzision eine historische Zeitenwende. Mit einem neuen Management versucht BioNTech seine revolutionäre mRNA-Plattform von Covid-19 auf personalisierte Krebsimpfstoffe zu übertragen, gleichzeitig fokussiert sich Bayer strategisch auf zielgerichtete Radionuklidtherapien der nächsten Generation. Im Agrar-Sektor gibt es endlich erste Entwarnungs-Signale, denn Glyphosat wird nun überstaatlich verhandelt und von US-Behörden als nicht schädlich eingestuft. Gleichzeitig kämpft der Wirkstoffforscher Evotec mit einer neuen Umsatzwarnung, die es diesmal in sich hat. Als hochspezialisierter Innovator rückt zudem Vidac Pharma in den Fokus, indem das Unternehmen den Krebsstoffwechsel blockiert, um die Tumor-Mikroumgebung entscheidend zu manipulieren. Diese vier unterschiedlichen Ansätze zeigen eindrucksvoll, dass der Sieg gegen den Krebs nicht mehr nur über klassische Chemotherapien, sondern über hochindividuelle BioTechs und datengetriebene Allianzen führt. Viele News auf dem Tablett, das zaubert Volatilität aus dem Hut.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Armin Schulz vom 04.07.2026 | 05:20

    Dünger Notstand 2026: Warum Bayer, MustGrow Biologics und Yara International jetzt auf Ihrer Einkaufsliste stehen müssen

    • Bayer
    • MustGrow Biologics
    • Yara International
    • Crop Science
    • Glyphosat
    • Supreme Court
    • Senfpflanze
    • Biodünger
    • Pflanzenschutz

    Erstellt und veröffentlicht im Auftrag von MustGrow Biologics Corp.

    Die Wiedereröffnung der Straße von Hormus erfolgt zu spät. Die wochenlange Blockade hat die empfindlichen Märkte für Düngemittel nachhaltig destabilisiert. In der entscheidenden Aussaatphase wird die europäische Landwirtschaft von Preisexplosionen und leeren Lagern geplagt. Allerdings erweist sich dieser Schock als enormer Katalysator für eine längst notwendige Veränderung. Da herkömmliche chemische und Düngemittellösungen mit wachsenden wirtschaftlichen und regulatorischen Herausforderungen konfrontiert sind, finden biologische Alternativen zunehmend den Weg vom Labor in die kommerzielle Anwendung. In der globalen Agrarwirtschaft offenbart diese disruptive Zeitenwende drei grundlegend verschiedene Strategien. Im Mittelpunkt stehen der unter Druck geratene Industriegigant Bayer, der bewegliche Biotech-Vorreiter MustGrow Biologics und das grüne Schwergewicht Yara International.

    Zum Kommentar