Menü schließen




18.01.2022 | 07:20

SAP, HelloFresh, aifinyo: Analysten sehen bis 100% Potenzial

  • Technologie
  • Software
  • Fintech
Bildquelle: pixabay.com

Technologieaktien haben es auch zu Beginn des neuen Jahres schwer. Die nun schon mehrere Monate andauernde Schwächephase des Sektors bietet jedoch auch Kaufchancen. So sehen Analysten beispielsweise beim B2B-Fintech aifinyo mehr als 100% Kurspotenzial. Im laufenden Jahr sollten das neue Liquiditätstool für Unternehmen und die Einführung eines Businesskontos für neue Dynamik sorgen. SAP konnte mit den Q4-Zahlen überzeugen und mehrere Analysten haben die Kaufempfehlungen erneuert. Bei Hellofresh sind sich Analysten nicht einig, ob die Aktie nach dem deutlich Kursrutsch schon ein Kauf ist. Details erfahren Sie hier.

Lesezeit: ca. 3 Min. | Autor: Mario Hose
ISIN: AIFINYO AG INH O.N. | DE000A2G8XP9 , HELLOFRESH SE INH O.N. | DE000A161408 , SAP SE O.N. | DE0007164600

Inhaltsverzeichnis:


    aifinyo: Nach Kursrückgang mehr als 100% Potenzial

    Wie zahlreiche Tech-Aktien haben auch die Papiere von aifinyo in den vergangenen Monaten deutlich an Wert verloren. So hat sich der Kurs des zu den wenigen deutschen B2B-Fintechs gehörenden Technologieunternehmens seit Oktober auf 20 EUR halbiert. Dabei hat sich an den Perspektiven nichts geändert. Das Potenzial des Unternehmens hat auch die Maschmeyer-Vermögensverwaltung Paladin erkannt und sich mit über 5% beteiligt. Die Konsolidierung der Aktie bietet aus Sicht der Analysten von SMC Research eine attraktive Einstiegsgelegenheit. Der Mittelzufluss aus Kapitalerhöhungen in 2021 in Höhe von EUR 12,1 Mio. biete aifinyo eine gute Basis, um das Wachstumstempo weiter zu forcieren. Auf dem Eigenkapitalforum habe das Management erläutert, wie die nächsten Schritte bei der Umsetzung der Expansionsstrategie aussehen werden. Anfang 2022 wird aifinyo zunächst ein umfangreiches Liquiditätstool für die mittelständischen Kunden einführen, das mit den im nächsten Jahr folgenden Ausbaustufen zum "Gehirn" der aifinyo-Plattform rund um Rechnungsmanagement und Finanzierung werden soll. Im Jahresverlauf 2022 sollen dann Zahlungslösungen, wie das aifinyo Businesskonto, folgen. Damit wird die aifinyo-Plattform für die Kunden immer mehr zur Komplettlösung rund um Finanzen und Finanzierungen. SMC Research empfiehlt die aifinyo-Aktie mit einem Kursziel von 55,80 EUR zum Kauf. Derzeit notiert die Aktie bei 21 EUR. Die vollständige SMC-Studie steht auf aifinyo.de zum Download zur Verfügung.

    Mit dem Businesskonto erschließt aifinyo einen Markt der aktuell in den Investorenfokus rückt. So hat die französische Qonto gerade eine Finanzierungsrunde in Höhe von mehr als 480 Mio. EUR abgeschlossen. Die Bewertung lag bei stolzen 4,4 Mrd. EUR. Das Fintech bietet Geschäftskonten für kleine und mittelgroße Unternehmen (KMUs) an. Mit Blick auf Qonto ist aifinyo mit einer Marktkapitalisierung von rund 80 Mio. EUR ein echtes Schnäppchen. Dabei wächst man – untypisch für Fintechs – profitabel und verfügt bereits über einen gewachsene Kundenstamm, um auch mit dem Businesskonto durchstarten zu können.

    SAP: Analysten bestätigen nach positiven Q4-Zahlen Kaufempfehlungen

    SAP hat Zahlen für das vierte Quartal 2021 veröffentlicht und dabei die Analystenschätzungen übertroffen. Der Softwarekonzern steigerte den Umsatz von 7,54 Mrd. EUR auf 7,98 Mrd. EUR. Analysten hatten durchschnittlich 7,71 Mrd. EUR erwartet. Das EBIT des DAX-Schwergewichts sank von 2,77 Mrd. EUR auf 2,47 Mrd. EUR. Hier lagen die Erwartungen bei 2,44 Mrd. EUR. Mit einem Ergebnis je Aktie von 1,86 EUR hat SAP auch hier die durchschnittlichen Erwartungen von 1,52 EUR deutlich übertroffen. Im Anschluss an die Veröffentlichung haben sich verschiedene Analysten zu Wort gemeldet. Die Analysten der Baader Bank haben die Zahlen Schlussquartal 2021 überzeugt – insbesondere die Lizenz- und Cloudumsätze. Auch die Perspektiven im wichtigen Cloudbereich stimmen aus Sich der Analysten. So bestätigten Analysten ihre Kaufempfehlung für die SAP-Aktien. Das Kursziel liegt bei 142,00 EUR. Derzeit notiert die Aktie bei rund 120 EUR. Auch für Jefferies ist die SAP-Aktie weiterhin ein "Buy" mit einem Kursziel von 154 EUR. Die Walldorfer-Softwareschmiede verzeichnete starkes Cloud-Wachstum, schrieb Analyst Charles Brennan. Der Ausblick für das Cloud-Geschäft 2022 liege 5% über den Markterwartungen.

    Hellofresh: 100 EUR oder 68 EUR?

    Die Aktie von Hellofresh hat in den vergangenen Wochen kräftig verloren. Von rund 100 EUR ging es auf unter 60 EUR. Auch auf diesem Niveau bleiben die Analysten von JPMorgan bei der Hellofresh vorsichtig. Sie haben die Einstufung für die Aktie des Kochboxenversenders auf "Neutral" belassen und das Kursziel von 78 auf 68 EUR gesenkt. Die verschärften Anti-Covid-Maßnahmen in einigen Kernmärkten könnten dem DAX-Unternehmen kurzfristig helfen, doch wichtig sei der Ausblick auf der Gesamtjahr 2022. Optimistischer ist Berenberg. Die Analysten der Privatbank haben die Einstufung für Hellofresh auf "Buy" mit einem Kursziel von 106 EUR belassen. Als einziger wirklich global agierender Kochboxenversender sei Hellofresh gut aufgestellt, um die Marktchancen optimal zu nutzen. Durch Skalierung sollte mit dem zu erwartenden Umsatzwachstum auch die Profitabilität steigen.


    SAP hat mit den Quartalszahlen die durchschnittlichen Analystenschätzungen übertroffen und das wichtige Cloudgeschäft scheint endlich die Erwartungen zu erfüllen. Der deutliche Kursrückgang bei aifinyo bietet aus Sicht von SMC eine gute Gelegenheit, sich an einem der wenigen deutschen B2B-Fintechs zu beteiligen. Bei Hellofresh scheiden sich auch im neuen Jahr die Geister. Ist das Kochboxengeschäft nun 100 EUR oder 68 EUR Wert? Die kommenden Monate werden es zeigen und die Aktie wird sicher volatil bleiben.


    Interessenskonflikt

    Gemäß §85 WpHG weisen wir darauf hin, dass die Apaton Finance GmbH sowie Partner, Autoren oder Mitarbeiter der Apaton Finance GmbH (nachfolgend „Relevante Personen“) ggf. künftig Aktien oder andere Finanzinstrumente der genannten Unternehmen halten oder auf steigende oder fallende Kurse setzen werden und somit ggf. künftig ein Interessenskonflikt entstehen kann. Die Relevanten Personen behalten sich dabei vor, jederzeit Aktien oder andere Finanzinstrumente des Unternehmens kaufen oder verkaufen zu können (nachfolgend jeweils als „Transaktion“ bezeichnet). Transaktionen können dabei unter Umständen den jeweiligen Kurs der Aktien oder der sonstigen Finanzinstrumente des Unternehmens beeinflussen.

    Die Apaton Finance GmbH behält sich im Übrigen vor, künftig entgeltliche Auftragsbeziehungen mit dem Unternehmen oder mit Dritten in Bezug auf Berichte zu dem Unternehmen, über die im Rahmen des Internetangebots der Apaton Finance GmbH sowie in den sozialen Medien, auf Partnerseiten oder in Emailaussendungen berichtet wird einzugehen. Die vorstehenden Hinweise zu vorliegenden Interessenkonflikten gelten für alle Arten und Formen der Veröffentlichung, die die Apaton Finance GmbH für Veröffentlichungen zu Unternehmen nutzt.

    Risikohinweis

    Die Apaton Finance GmbH bietet Redakteuren, Agenturen und Unternehmen die Möglichkeit, Kommentare, Interviews, Zusammenfassungen, Nachrichten u. ä. auf www.inv3st.de zu veröffentlichen. Diese Inhalte dienen ausschließlich der Information der Leser und stellen keine Handlungsaufforderung oder Empfehlungen dar, weder explizit noch implizit sind sie als Zusicherung etwaiger Kursentwicklungen zu verstehen. Die Inhalte ersetzen keine individuelle fachkundige Anlageberatung und stellen weder ein Verkaufsangebot für die behandelte(n) Aktie(n) oder sonstigen Finanzinstrumente noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von solchen dar.

    Bei den Inhalten handelt es sich ausdrücklich nicht um eine Finanzanalyse, sondern um journalistische oder werbliche Texte. Leser oder Nutzer, die aufgrund der hier angebotenen Informationen Anlageentscheidungen treffen bzw. Transaktionen durchführen, handeln vollständig auf eigene Gefahr. Es kommt keine vertragliche Beziehung zwischen der der Apaton Finance GmbH und ihren Lesern oder den Nutzern ihrer Angebote zustande, da unsere Informationen sich nur auf das Unternehmen beziehen, nicht aber auf die Anlageentscheidung des Lesers oder Nutzers.

    Der Erwerb von Finanzinstrumenten birgt hohe Risiken, die bis zum Totalverlust des eingesetzten Kapitals führen können. Die von der Apaton Finance GmbH und ihre Autoren veröffentlichten Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche, dennoch wird keinerlei Haftung für Vermögensschäden oder eine inhaltliche Garantie für Aktualität, Richtigkeit, Angemessenheit und Vollständigkeit der hier angebotenen Inhalte übernommen. Bitte beachten Sie auch unsere Nutzungsbedingungen.


    Der Autor

    Mario Hose

    In Hannover geboren und aufgewachsen, verfolgt der Niedersachse die gesellschaftliche und wirtschaftliche Entwicklung rund um den Globus. Als leidenschaftlicher Unternehmer und Kolumnist erklärt und vergleicht er die verschiedensten Geschäftsmodelle sowie Märkte für interessierte Börsianer.

    Mehr zum Autor



    Weitere Kommentare zum Thema:

    Kommentar von Nico Popp vom 30.03.2026 | 05:00

    Drohnenkrieg definiert Sicherheit neu: Herausforderungen für Rheinmetall und AeroVironment – Nachzügler Volatus Aerospace

    • Drohnen
    • Software
    • Einsatzplanung
    • Lieferketten

    Die weltweite Sicherheitsarchitektur ist in sich zusammengebrochen - wo früher Stabilität war, ist heute Chaos. Oder glauben Sie ernsthaft, die USA würden die NATO im Verteidigungsfall noch stützen? Hinzu kommen technologische Innovationen: Was einst als experimentelle Aufklärungs-Technologie begann, hat sich zum entscheidenden Faktor der modernen Kriegführung entwickelt: Drohnen. Wie groß die Zäsur ist, zeigt ein Blick nach Osteuropa: Laut Berechnungen der Nachrichtenagentur Reuters gelang es der Ukraine zuletzt, durch den Einsatz von Drohnen bis zu 40 % der russischen Ölexportkapazitäten außer Gefecht zu setzen. Dieser militärische Erfolg der Ukraine entzieht dem russischen Staatshaushalt Milliarden. Gleichzeitig steigt die Ukraine zum globalen Exporteur von Drohnen-Technologie und Know-how auf. Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte kürzlich die Entsendung von Militärexperten in den Nahen Osten, um Staaten wie die Vereinigten Arabischen Emirate und Katar bei der Abwehr von Angriffsdrohnen zu unterstützen. Auch Deutschland rüstet auf, da die konventionelle Luftverteidigung an Grenzen stößt. In diesem Markt, der laut Prognosen von Global Industry Analysts bis Ende 2026 ein Volumen von über 58 Mrd. USD erreichen soll, positionieren sich Großkonzerne wie Rheinmetall und AeroVironment. Die spannendste Hebelwirkung für Anleger bietet jedoch das aufstrebende kanadische Unternehmen Volatus Aerospace.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Nico Popp vom 19.03.2026 | 05:00

    Moderne Kriegführung: Überflügelt Geheimtipp Volatus Aerospace die Platzhirsche Rheinmetall und DroneShield?

    • Drohnen
    • Drohnenpilotenausbildung
    • Software
    • Rüstungsindustrie
    • Moderne Kriegsführung

    Die Verteidigungsbranche hat seit Jahren Hochkonjunktur – das ist längst keine Neuigkeit mehr. 2025 verzeichnete die Welt Rüstungsausgaben in Höhe von 2,63 Bio. USD. Analysten von Forecast International prognostizieren in ihren jüngsten Studien, dass diese jährlichen Ausgaben bis Ende 2026 leicht und bis Ende des Jahrzehnts auf 2,9 Bio. USD ansteigen werden. Auf dem NATO-Gipfel in Den Haag verpflichteten sich die Alliierten 2025, ihre Investitionen bis 2035 auf 5 % des Bruttoinlandsprodukts zu steigern, wobei 1,5 % fest für Innovationen reserviert sind. McKinsey unterstreicht in einem Bericht den Übergang von plattformzentrierter Hardware hin zu softwaredefinierter Kriegführung und kostengünstigen, ersetzbaren Massensystemen. Während Branchengrößen wie Rheinmetall noch immer stark auf klassische Rüstungsgüter setzen, adressiert DroneShield die wachsende Nische der Drohnenabwehr. Volatus Aerospace nutzt seine langjährige zivile Expertise mit Drohnen und rückt als Ausrüster für NATO-Kräfte in den Fokus.

    Zum Kommentar

    Kommentar von Carsten Mainitz vom 19.03.2026 | 04:55

    Energie-Kollaps oder Atom-Boom? Was haben American Atomics, Aixtron und SAP damit zu tun?

    • Atomkraft
    • Atomenergie
    • Stromversorgung
    • Energieversorgung
    • Uran
    • KI
    • KI-Rechenzentren
    • Elektromobilität
    • Technologie
    • Daten

    Unsere technologische und datengetriebene Welt ist auf die ständige Verfügbarkeit von Strom angewiesen. Wie kann Versorgungssicherheit zu einem akzeptablen Preis aussehen? Die Antwort lautet: Atomstrom. Die USA haben Atomstrom fest in ihrer Versorgungsstrategie verankert. Die EU hat den Trend – wie immer – zu spät erkannt und springt jetzt auf den fahrenden Zug auf. Die Nuklearbranche erlebt also international eine strategische Neubewertung, bei der kleine modulare Reaktoren (sogenannte SMRs) als wichtiger Baustein zukünftiger Energiesysteme gelten. Sehr spannend ist in diesem Gesamtkontext die Aktie von American Atomics. Die Gesellschaft plant, eine vollständig integrierte nordamerikanische Wertschöpfungskette der Brennstoffversorgung aufbauen und nutzt dabei den politischen und strukturellen Rückenwind.

    Zum Kommentar