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06.01.2023 | 04:44

Tesla-Aktie crasht weiter! Volkswagen, BYD, Kodiak Copper, Mercedes – E-Mobilität in Not?

  • Kupfer
  • E-Mobilität
  • Automotive
  • Rohstoffe
Bildquelle: pixabay.com

Noch ist der Anteil der E-Mobile unter allen Fahrzeugen weltweit im einstelligen Prozentbereich vorzufinden, aber die Wachstumstrends sprechen eine eindeutige Sprache: Die Welt wird sich in der Mobilität elektrifizieren! Wer den Kupferpreis verfolgt, sollte einen wichtigen Punkt beachten. Kupfer ist ein wichtiges Industriemetall, das nicht nur in Autos verbaut wird. Nein, der größte Abnehmer ist die Bau- und Infrastrukturindustrie. Und diese Sektoren leiden unter der extremen Inflation, den hohen Zinsen und der dadurch ökonomisch sinkenden Nachfrage. Heißt für den Kupferpreis aktuell natürlich auch keine überbordende Knappheit und somit sinkende Preise von rund 5,00 auf aktuell etwa 3,80 USD je Pfund. Wie bei allen Rohstoffen ist also das Timing im Konjunkturverlauf die entscheidende Determinante für den Anlageerfolg. Welche Aktien stehen jetzt im Fokus?

Lesezeit: ca. 4 Min. | Autor: André Will-Laudien
ISIN: KODIAK COPPER CORP. | CA50012K1066 , VOLKSWAGEN AG VZO O.N. | DE0007664039 , MERCEDES-BENZ GROUP AG | DE0007100000 , BYD CO. LTD H YC 1 | CNE100000296

Inhaltsverzeichnis:


    Kupfer – Langfristig sehr starke Unterversorgung

    Kupfer ist einer der wichtigsten Metalle in der Elektrifizierung unserer Welt. Immer dort, wo viel elektrische Energie erzeugt oder übertragen werden muss, spielt das rote Metall eine wichtige Rolle. Neben den Hightech-Anwendungen wird Kupfer natürlich als Industrie-Metall auch im Bau, bei Infrastruktur und in der Medizin eingesetzt. Die immer höheren Absatzzahlen der E-Mobilhersteller führen zu einem riesigen, langfristigen Bedarf an Kupfer. Entscheidende Stellgröße ist aber der Zeitpunkt, an dem der Bedarf akut und problematisch wird. Denn die weltweite Erzeugung ist lokal begrenzt und kann in den nächsten 5 Jahren nicht in der erforderlichen Skalierung nach oben gebracht werden. Aber auch bei Knappheit regelt sich der Preis nach Angebot und Nachfrage.

    Der Kuperpreis an der LME unterliegt den konjunkturellen Schwankungen Quelle: Refinitv Eikon 05.01.2023

    Wie im 25-Jahres-Chart ersichtlich, weist der LME-Kupferpreis seine Zyklen auf. Starke Bewegung nach oben war von 2020 bis 2022 zu spüren, aktuell trüben sich die Wachstumsaussichten aber ein. Dennoch: Nun erfordert es Weitblick, denn der Bedarf besteht trotz erwarteter Konjunkturdelle aus einer immanenten Unterversorgung. Allein die aktuellen Zerstörungen in den Kriegsgebieten erfordern eine große Menge an Industriemetallen für den Wiederaufbau, der nach Kriegsende sofort beginnen wird. Die Börse dürfte im Fall von ukrainischen Friedensverhandlungen adhoc reagieren.

    Kodiak Copper – Einer der nächsten Explorer macht auf sich aufmerksam

    Für den kanadischen Kupfer- und Gold Explorer Kodiak Copper (KDK) ist das Jahr 2022 sehr gut gelaufen. Kurz vor Weihnachten gab es ein Update zu den letzten Ergebnissen. Im Kupfer-Gold-Porphyr-Projekt MPD (MPD) im Süden von British Columbia wurden insgesamt 26.103 Meter an Bohrungen in 41 Löchern in den Gate/Prime und Dillard Zielen abgeschlossen. Mit den bisherigen Ergebnissen haben die Entdeckungen in der Gate Zone nun eine Nord-Süd-Ausdehnung von 1 Kilometer bis zu einer Tiefe von 900 Meter erreicht. Des Weiteren identifizierte man einen 400 Meter langen, parallelen Kupfer-Porphyr-Abschnitt in der nahe gelegenen Zone Prime bis in eine Tiefe von 550 Metern. Darüber hinaus entdeckte Kodiak durch Schürfungen eine neue hochgradige Gold-Silber-Entdeckung mit dem Namen "Beyer Zone" - eine hochinteressante neue Entwicklung, da sie innerhalb eines mehrere Kilometer langen, völlig unerprobten neuen Gold-in-Boden-Trends liegt und zum ersten Mal beträchtliche Abschnitte mit hochgradiger Gold-Silber-Mineralisierung auf dem MPD-Projekt geschürft wurden. Beyer beherbergt eine Goldmineralisierung innerhalb eines 2,2 km langen und 750 m breiten Korridors, der im Rahmen des Programms 2023 weiter im Detail erkundet werden soll. Da nur 9 Bohrlöcher aus dem Programm 2022 veröffentlicht wurden, werden Anfang 2023 weitere Neuigkeiten erwartet; die nächsten Ergebnisse werden im Januar erwartet.

    Während der Wintermonate ist das Unternehmen dabei, die vorliegenden Daten zu bewerten und zusätzliche Kupfer-Gold-Porphyr-Bohrziele im gesamten Konzessionsgebiet MPD erstellen, um die Fortsetzung der Feldarbeiten im neuen Jahr vorzubereiten. Die Pläne für 2023 beinhalten weitere Bohrungen, um mehrere regionale Porphyrziele sowie die hydrothermale Goldentdeckung und den Abschnitt in der Zone Beyer weiter zu erkunden. Das Programm 2023 wird auch zusätzliche geophysikalische und geochemische Bodenuntersuchungen umfassen. In der Kasse befinden sich noch 7 Mio. CAD zur weiteren Kostenabdeckung der Arbeiten. Claudia Tonquist (CEO) kommentiert: „Wir sind gut finanziert und freuen uns darauf, mit einem weiteren großen Explorationsprogramm im Jahr 2023 den Wert des Projekts MPD mittels Explorationen und Entdeckungen für unsere Aktionäre weiter zu erschließen."

    Die KDK-Aktie hatte im letzten Quartal im Vergleich zum kanadischen Junior-Markt einen beachtlichen Lauf und konnte sich von 0,50 CAD auf 1,40 CAD fast verdreifachen. Aktuell konsolidiert der aussichtsreiche Wert ein wenig und offeriert gute Einstiegschancen um 1,10 CAD. Mit dem vorliegenden Datenmaterial ist Kodiak Copper einer der am besten aufgestellten Kupfer Newcomern der letzten 5 Jahre.

    VW, Mercedes und BYD – Was machen die Konkurrenten von Tesla?

    Bei Tesla ist die Stimmung am Boden. Durch die öffentlichkeitswirksamen Handlungen des CEO und Unternehmensgründers Elon Musk entstand große Unsicherheit über den Aktienkurs. Noch vor einigen Monaten war Tesla mehr als 1 Billion USD wert, nun ist die Kapitalisierung auf 340 Mio. USD abgerutscht. In China gehen die Verkaufszahlen zurück und im Brandenburgischen Grünheide stehen die Stromer auf Halde. Während der CEO Aktien verkauft, steigt der ARK Fonds von Cathie Wood beherzt ein – was für eine verrückte Börsenwelt! Die Analysten sind hingegen unentschlossen, JP Morgan senkte sein Kursziel jüngst von 150 auf 125 USD das Votum lautet „Underweight“.

    Was Tesla zunehmend belastet, ist die steigende Konkurrenz internationaler Hersteller von Elektrofahrzeugen. Neben dem chinesischen Marktführer BYD haben sich vor allem die deutschen Hersteller deutlich nach vorne bewegt und bieten gegenüber Tesla mehr Leistung und Reichweite zu günstigeren Preisen an. Gerade europäische Konsumenten schätzen den Label „Made in Germany“, ist Deutschland doch seit Jahrzehnten ein Garant für exzellente Ingenieursleistungen. Gerade zum Jahresstart stellt VW den neuen ID.7 mit einer Reichweite von 700 Kilometern vor und plant 10 neue Stromer-Modelle bis ins Jahr 2026. BYD präsentiert unter der neuen Highend-Automarke Yangwang den U8-Geländewagen, eine perfekte Adaption des erfolgreichen Range Rovers aus UK.
    Während die Tesla-Aktie nun schon 70% seit September 2022 verloren hat, legen VW und Mercedes zum Jahresstart munter zu. Die BYD-Aktie hat bei 20,50 EUR eingedreht und hängt mit 25,50 EUR an ihrem nächsten Widerstand nach oben. Das positive Momentum spricht für den Kauf von Auto-Aktien, die vernebelten Konjunkturaussichten könnten aber im laufenden Jahr wieder auf den Kursen lasten.

    Durch hohe Strompreise und sinkenden fossile Brennstoffe stehen E-Fahrzeuge mit sinkenden Subventionen eher im Abseits. Dennoch wird der Trend zum Stromer nicht mehr stoppen, das alimentiert eine anziehende Kupfernachfrage. Kodiak Copper ist mit seinen Projekten bestens positioniert und könnte bald auch Gold-Fans beeindrucken.


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    Der Autor

    André Will-Laudien

    Der gebürtige Münchner studierte zuerst Volkswirtschaftslehre und diplomierte 1995 in Betriebswirtschaftslehre an der Ludwig-Maximilians-Universität. Da er sich schon sehr frühzeitig mit der Börse beschäftigte, verfügt er heute über mehr als 30 Jahre Erfahrung an den Kapitalmärkten.

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